Zum Jubiläum erscheint ein neues Buch

30 Jahre Freundschaft mit Evron

Annegrete und Hans Braun arbeiten zusammen mit Bernd Oeljeschläger (r.) an dem Buch.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Das war damals alles noch Abenteuer“, erinnert sich Bernd Oeljeschläger an die Umrechnung von Francs auf Mark, hohe Sprachbarrieren und Lebensmitteleinkäufe, die von Frankreich nach Deutschland oder in die umgekehrte Richtung transportiert wurden. Genauer gesagt, von Wildeshausen nach Evron. Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft offiziell. Deshalb soll am 12. Juni ein Buch über die drei Jahrzehnte grenzüberschreitender Freundschaft erscheinen.

„In den 30 Jahren ist viel passiert. Menschen wandern hin und her, und zwischen den Städten sind viele Menschen gereist“, sagen Annegrete und Hans Braun vom Partnerschaftskomitee Wildeshausen Evron. Sie sind maßgeblich an dem Buch beteiligt, das etwas 100 Seiten dick wird und Beiträge von Zeitzeugen enthalten wird. Geplant ist, das Werk über die Partnerschaftskomitees und Buchhandlungen zu vertreiben.

„Bereits zur 20-Jahr-Feier hat uns Bernd Oeljeschläger gefragt, ob wir nicht eine Chronik erstellen wollen“, so Annegrete Braun. „Damals wollten wir noch nicht. Doch nun sind wir auf ihn zugekommen. Wir haben so viel Arbeit gehabt. Warum soll man das nicht in die Öffentlichkeit bringen?“

Allerdings steht nicht die Arbeit im Mittelpunkt des Interesses, sondern das Miteinander. Neben offiziellen Grußworten, dem politischen Hintergrund, Kulturellem sowie Sportbegegnungen nehmen Freizeit und Geselligkeit einen breiten Raum ein. „Wir wollen zeigen, dass die Freundschaft trägt“, sagt Annegrete Braun, die damals, als es darum ging, erste Kontakte nach Frankreich zu knüpfen, gar keine französisch konnte.

Auch Bernd Oeljeschläger konnte mit der Sprache nicht so viel anfangen. „Ich hatte in der zehnten Klasse eine fünf in Französisch“, erinnert er sich. Dann hätten ihn seine Eltern aufgefordert, am Austausch teilzunehmen, damit er mal lerne, wozu eine Fremdsprache gut sein kann. „Das hat mir so gut gefallen“, so der Verleger, „dass ich später ein Jahr in Aix-en-Provence studiert habe.“ Mittlerweile kämen einige seiner besten Freunde aus Evron und er treffe sich mit ihnen jenseits offizieller Anlässe. Ein Freund, Laurent Lachaud, sei sogar sein Trauzeuge.

Überhaupt ist der Jugendaustausch eine tragende Säule der Städtepartnerschaft. Jugendgruppen aus Evron informierten sich beispielsweise in Berlin oder besuchten ehemalige Konzentrationslager, die deutschen Schüler fuhren nach Paris oder in die Bretagne. „In den vergangenen fünf Jahren war jedes Jahr eine Gruppe aus Frankreich hier in Wildeshausen“, berichtet Hans Braun. „Die organisieren ihr Besuchsprogramm ganz selbstständig.“

Mittlerweile steht der Kontakt auf vielen Beinen. Die Feuerwehren treffen sich, Judoka trainieren gemeinsam, Schüler planen Austausche, Musiker musizieren zusammen. Dokumentiert wird das in dem Buch auch in einem umfangreichen Pressespiegel, der bis zu den Anfängen der Kontakte Mitte der 70-er Jahre zurückgeht. Eine Chronik listet die verschiedenen Stationen auf.

Nun muss das Werk nur noch bis zum 12. Juni fertig werden. Dann aber soll es zweisprachig erscheinen, damit alle in ihrer Landessprache lesen können, was in den vergangenen 30 Jahren geschehen ist.

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