Nach Differenzen: Obmann Kreye abgelöst

Jagdschule nimmt bald Betrieb auf

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Die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst betreibt ab September eine eigene Jagdschule in Altona.

Wildeshausen - Die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst hofft, nach monatelangen Querelen um den Aufbau einer eigenen Jagdschule, nun mit der Aufnahme des Betriebs am 4. September im Schießstand Gut Altona in ruhigere Gefilde zu kommen.

Allerdings hatte es Mitte Juni noch einige persönliche Differenzen gegeben, die dazu geführt hatten, dass Kreisschießobmann Friedhelm Schönhoff mit sofortiger Wirkung von seinem Amt abberufen wurde. Er ist jetzt auch kein Schießstandleiter mehr. Ebenfalls aufgrund persönlicher Differenzen wurde Erich Kreye als Obmann für die Jagdschule abberufen.

Genaue Gründe für die überraschende Trennung teilte der Vorsitzende der Jägerschaft, Karl-Wilhelm Jacobi, in einem offenen Brief an die Mitglieder nicht mit. Grund sind aber wohl Unregelmäßigkeiten bei der Bestellung von Ausbildungswaffen für die neue Jagdschule und eine gestörte Kommunikation mit dem Vorstand.

Nach den „turbulenten Wochen“, so Jacobi, konnte aber immerhin mit Lothar Heidenreich ein neuer Kreisschießobmann gewonnen werden, sodass die Kreismeisterschaften Ende August in gewohntem Rahmen durchgeführt werden sollen. Zeitnah fand sich dann auch mit Horst Hullmann ein neuer Obmann für die Jagdschule der Jägerschaft. Er war lange Jahre Leiter der Unteren Jagdbehörde der Stadt Oldenburg.

„Sehr gute Leute“ als Referenten

Als Referenten für die Ausbildung stehen Lothar Heidenreich, Hartmut Rinne, Erich Gramberg sowie Albert Stahl zur Verfügung.

„Alles sehr gute Leute“, betont Hullmann, der zudem fest davon überzeugt ist, dass in der Region genügend ausbildungswillige Jagdinteressierte für drei nebeneinander existierende Jagdschulen leben. „Wir haben zunehmend Anmeldungen auch von jungen Leuten“, sagt er. „Die beiden bereits bestehenden Schulen machen eine gute Arbeit. Sie sollen und werden nicht unter unserer Schule leiden.“

Die 18 Nachwuchsjäger der neuen Schule werden im Schießstand Gut Altona unterrichtet. Es ist ein Vertrag mit dem Schützenverein Altona geplant, dass dort nicht nur die Ausbildung stattfinden kann, sondern auch die Übungswaffen in der Kammer gelagert werden können. Die Behörde hat bereits ihre Zustimmung dazu gegeben. Prüfungstermin für die angehenden Jäger dürfte dann im Frühjahr kommenden Jahres sein.

Damit könnten eventuell auch die kritischen Stimmen verstummen, die sich gegen eine neue Jagdschule gewandt hatten. Im Rahmen einer Versammlung Ende April hatten sich einige Jäger gegen die Einrichtung des gemeinnützigen Zweckbetriebs ausgesprochen. Sie fühlten sich nicht genügend informiert. Die Schule wurde dann aber mit 60 zu 44 Stimmen bei zehn Enthaltungen befürwortet. 

dr

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