Hegering zeichnet verdiente Mitglieder aus

Jäger sorgen sich um Fasane

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Hegeringsleiter Willi Möser (2. v. l.) und sein Stellvertreter Heiko Wittrock (links) sowie der Vorsitzende der Kreisjägerschaft. Karl-Wilhelm Jacobi (rechts) zeichneten die Mitglieder für ihre langjährige Treue aus. Dietrich Müller und Hans Günter Voss (vorne, v. l.) sind ab sofort Ehrenmitglieder des Hegerings Wildeshausen. 

Wildeshausen/Düngstrup - Von Janin Meyer. „Wir haben schon zusammen im Kinderwagen gelegen“, scherzte Hans Günter Voss am Mittwochabend in der Gaststätte „Schönherr“ in Düngstrup. Und auch Hegeringsleiter Willi Möser meinte: „Bisher haben die beiden fast alles zusammen gemacht.“ Am Mittwochabend kam während der Jahreshauptversammlung des Hegerings Wildeshausen noch eine Gemeinsamkeit dazu: Hans Günter Voss und Dietrich Müller sind ab sofort Ehrenmitglieder.

„Das ist gar nicht mehr so einfach“, betonte Möser. Schließlich müssen Ehrenmitglieder mindestens 80 Jahre alt und nicht weniger als 40 Jahre lang in der Jägerschaft sein. „Wir haben das Glück, eine große Zahl an Ehrenmitgliedern in unserem Kreis zu haben“, sagte der Hegeringsleiter. Auch Reinhard Gehring ist in diesen Stand aufgestiegen. Allerdings konnte er nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen.

Die Treuenadel für 50 Jahre Mitgliedschaft hielt Möser für Wolfgang Mausolf und Josef Meyer bereit. Beide konnten aber ebenfalls nicht teilnehmen. Günter Meith bekam die Treuenadel für die 40-jährige Mitgliedschaft im Hegering. Für 25 Jahre ehrte der Hegeringsleiter Reinhard Böddeker, Hans Egon Elders, Werner Kadur, Björn Kosten, Jörg Kramer, Edmund Riks, Ina Rüdebusch und Norbert Scheffler. Ebenfalls 25 Jahre im Hegering, aber am Mittwochabend nicht anwesend, sind Cordula Kramer und Kai Vahrenhorst.

Für seinen besonderen Einsatz für das Niederwild erhielt Maik Plate die Wildhegespange. „Er hat als Landwirt immer wieder an verschiedenen Stellen Blühstreifen angelegt und sich so in besonderer Form für das Niederwild eingesetzt“, hob Möser die Leistungen des Geehrten hervor.

Der Hegeringsleiter ging in seinem Jahresbericht vor allem auf die Problematik um die sinkende Population der Fasane ein. In Thüle habe es zu diesem Thema einen Vortrag des Diplom-Biologen Ulrich Voigt gegeben. „Darin wurde deutlich, dass der Rückgang der Population darauf zurückzuführen ist, dass die Küken schlichtweg verhungern“, erklärte Möser. Im Alter von etwa drei Wochen würden die Fasanenküken bereits ein Untergewicht von durchschnittlich 30 Prozent aufweisen. „Die Hennen bleiben mit ihren Küken im Feld. Dort ist das Nahrungsangebot an Insekten sehr gering“, betonte Möser. Ein weiteres Problem der Unterernährung sei die höhere Anfälligkeit für Krankheiten. Die Anzahl an sterbenden Althennen könnten die Küken nicht ersetzen. Neben einem verbesserten Lebensraum zum Beispiel durch das Anlegen von Blühstreifen sei auch das effektive Eingrenzen der Population von Beutejägern eine wichtige Maßnahme zum Schutz der Fasane, so Möser. „Die Anzahl der Füchse ist in den vergangenen Jahren konstant bei etwa 130 geblieben“, erklärte er. „Diese Zahlen hatten wir auch in guten Fasanenjahren. Das bedeutet, eine dezimierte kleine Fasanenpopulation trifft auf eine Übermacht an Beutegreifern“, führte der Hegeringsleiter weiter aus. Eine Schonung der Füchse in den Waldrevieren sei daher kontraproduktiv.

Möser äußerte sich auch zu den Aktivitäten der Mitglieder. So hob er die Beteiligung an der Müllsammelaktion positiv hervor. 52 Personen aus den Revieren hätten sich beteiligt und über 18 Kubikmeter Unrat gesammelt. „Das ist zum einen eine gute Öffentlichkeitsarbeit und zum anderen eine sehr gute Aktion für die Natur“, sagte er. Auch im kommenden Jahr sollten sich die Mitglieder des Hegerings deshalb beteiligen.

Die Pflanzaktion, die die Mitglieder im vergangenen Jahr durchführten, wurde leider Opfer der Hitzewelle. Viele im Frühjahr gepflanzte Büsche und Bäume überstanden den trockenen Sommer nicht. Daher wiederholten die Mitglieder die Maßnahme im Herbst. Auch in diesem Jahr ist eine Pflanzaktion geplant. Sie soll am Sonnabend, 30. März, im Revier Hanstedt/Aldrup ablaufen.

Allen Anwesenden gab Möser noch mit auf den Weg, den Hegering zu informieren, sollte in den Revieren die Möglichkeit bestehen, eine nachhaltige biotopverbessernde Maßnahme durchzuführen. „Jede kleine Maßnahme hilft unserem Niederwild“, betonte er.

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