60 neue Corona-Infektionen am Wochenende

Corona im Landkreis Oldenburg: 7-Tage-Inzidenzwert springt auf 84,8

Wieder mehr Fälle: Der Landkreis Oldenburg bleibt Risikogebiet.
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Wieder mehr Fälle: Der Landkreis Oldenburg bleibt Risikogebiet.

Wildeshausen – Die bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Oldenburg steigen weiter prägnant an. Im Vergleich zum Freitag waren es am Montag 60 neue Fälle, teilte der Landkreis mit. Die tagesaktuelle Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis betrage 84,8. Ab einem Wert von 50 gelten Landkreise und kreisfreie Städte als Risikogebiet. Aktuell sind 177 Menschen erkrankt. In Quarantäne befinden sich im Kreisgebiet derzeit 997 Personen.

Mittlerweile lassen sich laut Kreis 85 der Infektionen der Fleisch- und Schlachtbranche zuordnen, die übrigen Fälle seien diffus in der Bevölkerung gestreut. Und besonders diese bereiteten in der Nachverfolgung die meisten Probleme.

Bei den aktuell Infizierten handelt es sich um Personen aus den Gemeinden Dötlingen (2), Ganderkesee (26), Großenkneten (72), Hatten (8), Hude (7) und Wardenburg (3), der Samtgemeinde Harpstedt (7) sowie der Stadt Wildeshausen (52).

Coronavirus im Landkreis Oldenburg: Gastwirte befürchten Umsatzeinbußen

In einer Pressemitteilung weist die Kreisverwaltung nochmals darauf hin, dass an privaten Feiern, egal ob draußen oder in geschlossenen Räumen, maximal zehn Personen teilnehmen dürfen. Für private Zusammenkünfte und Feiern an öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten, zum Beispiel in gastronomischen Betrieben, ist die Anzahl auf 25 Menschen begrenzt.

Die Wirte spüren schon jetzt, dass die Fallzahlen steigen. „Wir haben am Wochenende mitbekommen, wie verunsichert die Gäste sind“, sagt etwa Holger Munke von der „Gildestube“. Viele hätten angerufen und gefragt, ob sie überhaupt noch vorbeikommen dürften. Und leider hätten auch viele ihren reservierten Tisch storniert. Auch für die kommenden Wochen habe es Absagen gegeben.

Bei Frank Stauga im „Alten Amtshaus“ gab es auch schon Stornos von Weihnachtsfeiern und Co. Insgesamt bewertet der Gastronom die Corona-Schutzmaßnahmen als nicht mehr verhältnismäßig. „Wir sind in dieser schwierigen Zeit kreativ, nehmen bauliche Veränderungen vor, kümmern uns, damit unsere Gäste einen sicheren und tollen Aufenthalt haben“, heißt es in einem Schreiben des Wildeshausers an Ministerpräsident Stephan Weil. Trotz „perfekter Konzepte“ würden Veranstaltungen abgesagt werden. Stauga befürchtet, dass Menschen in Grauzonen ausweichen und vermehrt privat feiern.

Laut Landkreis darf der normale Betrieb in Gaststätten allerdings wie gehabt weitergehen. Ministerpräsident Weil hatte am Wochenende jedoch angekündigt, eine Sperrstunde für Corona-Hotspots einzuführen. „Wir warten ab, ob eine entsprechende Verordnung vom Land kommt“, sagt Kreis-Sprecher Oliver Galeotti. Laut Land laufen die Arbeiten dafür bereits.

„Eine Sperrstunde wäre fast das Schlimmste, das uns jetzt noch passieren kann“, befürchtet Wirt Munke. „Da diese sich auf unser À-la-carte-Geschäft beziehen würde, bliebe das Restaurant wohl fast leer.“

Von Ove Bornholt

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