Investorengesellschaft plant Abriss und Neubau von Gebäuden mit Tiefgarage

„Magnet“ am Marktplatz?

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An dieser Stelle soll ein neues Gebäude entstehen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Seit vier Jahren sucht die Projektentwicklungsfirma Hoffschroer einen Standort für eine größere Einzelhandelsansiedlung in der Wildeshauser Innenstadt. Nun liegt ein konkretes Angebot der Residenz-Baugesellschaft aus Bremen vor.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt sollte das Projekt nichtöffentlich vorgestellt werden. Das wurde es auch, jedoch unter der Maßgabe, dass es am Donnerstag, 9. Juli, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr und Sport öffentlich behandelt wird. Die Vorlage ist aber äußerst sparsam mit Informationen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte der Investor, Interesse an zwei Immobilien direkt am Marktplatz zu haben. Es handelt sich um das Wohn- und Geschäftshaus, in dem sich die Buchhandlung „bökers am Markt“ befindet – und ein benachbartes Gebäude. Geplant ist eine Tiefgarage unter dem Haus mit 30 Stellplätzen.

Die jetzt am Markt stehenden Immobilien würden dem Erdboden gleichgemacht, um einem neuen Gebäude Raum zu schaffen. Dieses böte im Erdgeschoss Platz für Einzelhandel in der Größe bis zu 1200 Quadratmeter oder für mehrere kleine Einheiten. Ein Ankermieter kann noch nicht genannt werden. „Wir sind in Verhandlungen, es gibt durchaus Interesse“, so ein Vertreter der Residenz-Baugesellschaft. Die Immobilien würden ohnehin erst erworben, wenn langfristige Mietverträge unterzeichnet seien.

In der ersten Etage sind Büros geplant. In der zweiten Etage, einem Staffelgeschoss, sieht der Investor Wohnungen vor. Der Bebauungsplan lässt eine derartige Entwicklung zu. Von daher kann die Wildeshauser Politik die Pläne eigentlich nur zur Kenntnis nehmen und/oder die Realisierung unterstützen. Allerdings ist sie mit im Boot, wenn es darum geht, über Zuwegungen zur Tiefgarage nachzudenken und grundsätzlich die Weichen für Einzelhandelsentwicklung zu stellen. Der Investor hat bereits Planzeichnungen vorgelegt, ist aber noch zu Kompromissen bereit: „Die Optik muss passen“, heißt es.

Die Ansiedlung attraktiver Geschäfte in der Innenstadt wird sowohl vom Handels- und Gewerbeverein als auch von der Politik befürwortet, um die City zu stärken. Im vor wenigen Monaten veröffentlichten Einzelhandelsentwicklungskonzept wurde dargelegt, dass die Kunden bestimmte Warensortimente in der Innenstadt vermissen.

dr

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