Bauausschuss entscheidet sich für Konzept von Helmut Müller

Investorenareal: 26 neue Häuser bis Anfang 2020

Am Bargloyer Weg läuft derzeit die Erschließung. Schon bald sollen hier Müller-Bauten stehen. - Foto/Grafiken: dr/Müller Wohnbau

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Investorenfläche in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme am Bargloyer Weg geht aller Voraussicht nach an die Müller Wohnbau GmbH in Wildeshausen. Der Unternehmer aus der Kreisstadt möchte dort 26 Wohneinheiten schaffen, die im Durchschnitt 240 000 Euro kosten sollen. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt empfahlen am Donnerstagabend, das Angebot anzunehmen.

Damit geht ein monatelanges Verfahren, das sogar die Gerichte beschäftigte, voraussichtlich am Donnerstag, 20. September, zu Ende, wenn der Verwaltungsausschuss die Vergabe beschließt.

Der Rat hatte in seiner Sitzung am 30. November 2017 den Verkauf der Grundstücke im Geltungsbereich des Bebauungsplanes 54.1 „Vor Bargloy“ Teil A beschlossen. Die Fläche im südlichen Bereich mit einer Größe von 6 338 Quadratmetern wurde zurückgestellt und sollte in Gänze an den Bewerber vergeben werden, dessen Konzept am ehesten geeignet scheint, Fehlbedarf an Wohnraum in günstigeren Preissegmenten zu decken. Letztendlich lagen dem Ausschuss nun „nur“ zwei Konzepte vor. Das Müller-Papier entspricht den Festsetzungen des Bebauungsplanes, während der Projektvorschlag des Architekten Uwe Bock Abweichungen vorsah. So war bei Bock eine andere Erschließung als geplant anvisiert. Zudem hätte die Stadt Wildeshausen dann die einzelnen Grundstücke selbst verkaufen müssen.

Investor Helmut Müller plant, längs des Bargloyer Weges und der Bargloyer Heide 26 Wohneinheiten zu errichten.

Müller plant im Randbereich der Fläche Doppelhaushälften. Dazu kommen Reihenhäuser mit jeweils drei Einheiten. Die Erschließung soll über eine neue Straße erfolgen, die später von der Stadt gewidmet wird. Für jede Wohneinheit sind zwei Stellplätze für Kraftfahrzeuge vorgesehen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die geplante Art der Bebauung eine der stabilsten Wohnformen darstellt, aus der sich harmonische Nachbarschaften entwickeln“, wirbt Müller für sein Projekt. Obwohl eine zweigeschossige Bauweise in dem Quartier möglich sei, sollten alle Gebäude nur eingeschossig erstellt werden. Voraussichtlicher Baubeginn kann Ende des Jahres sein, die Fertigstellung ist dann etwa ein Jahr später zu erwarten.

Die Meinungen über das Müller-Angebot waren unterschiedlich. Manfred Rebensburg (Grüne) kritisierte die Häuser als „nicht interessant“. „Es ist eine Wiederholung – wie an anderer Stelle auch“, monierte er und forderte moderne sowie „erheblich buntere und lebenswertere“ Bauten ein. „Das hier ist nur gut für den Investor. Es ist mehr Unterbringen als Wohnen“, so Rebensburg.

Stephan Dieckmann (SPD) wies jedoch darauf hin, dass der Bebauungsplan genau das nicht einfordere – und für eine Änderung sei es schon zu spät gewesen. Müllers Aufteilung sei sehr gelungen. „Man kommt auf der Fläche anders gar nicht zurecht“, so der Sozialdemokrat. Das sah auch Wolfgang Sasse (CDU) so. „Die separate Anbindung ist gut gelöst“, fand er.

Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) betonte, dass das Bock-Konzept seiner Ansicht nach überhaupt nicht in den Bebauungsplan passt. „Außerdem befürchte ich bei diesem Projekt noch in zehn Jahren einen baulichen Missstand auf der Fläche“, sagte er.

Bernhard Block (CDW) verwahrte sich gegen den Rebensburg-Vorwurf, die Müller-Wohnbauten seien einfallslos. „Ich habe selbst in einem solchen Haus gewohnt“, sagte er. „Das ist solide, und auch persönliche Wünsche werden berücksichtigt. Es gibt hier zudem keinen Wertverlust.“

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