Kleinere Areale vorgesehen

Investor plant 45 Grundstücke neben Spascher Sand Resort

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Im Spascher Sand Resort entsteht seit Jahren eine Siedlung mit luxuriösen Häusern. In der Nachbarschaft soll nun kleinteiliger geplant und gebaut werden. 

Wildeshausen - Der Bebauungsplan Stadtfelde, der das Spascher Sand Resort beinhaltet, soll in einem beschleunigten Verfahren so geändert werden, dass zukünftig auf ehemaligen Mischgebietsflächen insgesamt 45 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser in einem allgemeinen Wohngebiet entstehen können. Das empfahl der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am Donnerstagabend.

Zuvor gab es massive Kritik von Bürgermeister Jens Kuraschinski an Äußerungen des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff, der angesichts der Bebauungsplan-Wünsche des Investors von einem „grandiosen Scheitern“ des Resorts gesprochen und kritisiert hatte, dass ein beschleunigtes Verfahren bei einem Plan dieser Größenordnung gar nicht erlaubt sei.

„Was du behauptest, ist untragbar und beschämend“, erregte sich Kuraschinski. „Wir sollten froh sein, dass wir einen derartigen Investor haben.“

Planer Thomas Aufleger erklärte, dass der betroffene Bebauungsplan mit der Grundflächenzahl multipliziert werden müsse und dann mit 24.000 Quadratmetern für ein beschleunigtes Verfahren geeignet sei. Nach seinen Angaben soll das neue Wohngebiet nicht Teil des Resorts werden. Es soll sich aber gleichwohl an die Vorgaben der baulichen Entwicklung und Gestaltung anlehnen. „Die Grundstücke sind 700 bis 1000 Quadratmeter groß und werden über die Dr.-Pickart-Straße erschlossen“, so Aufleger.

Während das Resort nicht frei befahrbar ist, weil Poller in den Boden eingelassen sind, soll das neue Wohngebiet mit seinen Straßen öffentlich gewidmet werden. Ingo Stritter von der Resort-Verwaltung konnte zu Quadratmeterpreisen noch nichts sagen, machte aber deutlich, dass man mit dem neuen Gebiet auf die große Nachfrage reagiere. Für die Sondergebiete „Marktplatz mit Einzelhandel“ sowie „Bildung“ sei an dieser Stelle kein Bedarf mehr vorhanden, das Sondergebiet „Sport und Wellness“ bleibe aber. Zudem soll es ein Mischgebiet in Nähe der Firma Hoffrogge geben, wo sich neue Unternehmen ansiedeln können und Wohnungen für Angestellte geschaffen werden dürfen. 

Nach Angaben Stritters wird es keine Konkurrenz zu städtischen Baugebieten geben. „Es soll aber eine absolute Bereicherung für die Stadt werden“, betonte er. Daran hatten manche Politiker Zweifel. So kritisierte beispielsweise Hermann Hitz, der Investor würde eine deutliche Aufwertung der Flächen bekommen, sodass Gewinne abzuschöpfen seien. Letztlich gab es aber eine klare Mehrheit dafür, den geänderten Bebauungsplan auszulegen.

dr

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