Investor legt neue Pläne vor und möchte Haus erhalten/ Buchhändler soll bleiben

Einzelhandel am Markt: Konkretisierung gewünscht

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Das Gebäude auf der linken Seite soll nach Möglichkeit wieder an das historische Aussehen angepasst werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Schon deutlich besser, aber noch nicht optimal. So lässt sich die Einschätzung der Politik zu den Plänen für ein Einzelhandelsprojekt am Markplatz in Wildeshausen beschreiben.

Weil den Plänen eines Abrisses von zwei Gebäuden im Herzen der Stadt massive Ablehnung entgegenschlug, als diese vor einigen Monaten vorgestellt wurden, hat der Investor das Büro „neun grad architektur“ aus Oldenburg beauftragt, einen stimmigeren Entwurf für die Wohn- und Geschäftshäuser zu entwickeln. Christiane Heck berichtete den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung am Donnerstagabend, dass sich die Architekten das Umfeld und die Historie des Marktplatzes sehr genau angeschaut hätten. Ihren ersten Skizzen zufolge soll das Haus neben der Buchhandlung nicht nur erhalten bleiben, sondern nach Möglichkeit sogar nach historischen Vorlagen wieder hergerichtet werden. Im Erdgeschoss könnte ein Gastrobereich mit einem „höherwertigen“ Bistro untergebracht werden. Der Buchladen sollte in einem neu zu errichtenden Gebäude angesiedelt werden, das aus zwei Häusern mit Spitzgiebel besteht, wie sie früher in Wildeshausen überall zu finden waren. Hinter dem Buchladen wünschen sich die Investoren einen kleinen Blumenladen und einen Bekleidungsfachmarkt auf einer Verkaufsfläche von 650 Quadratmetern. Im zusammengefassten Obergeschoss der drei Häuser soll ein Dienstleister Platz finden. Dazu kommen sechs Wohneinheiten mit je 100 Quadratmetern Fläche. Im Staffelgeschoss wären dann weitere fünf Wohneinheiten denkbar. „Die gesamte Nutzfläche liegt bei 3000 Quadratmetern“, so Heck. Dazu käme eine Tiefgarage mit bis zu 50 Stellplätzen.

Mit Rainer Kolloge (UWG) zeigte sich einer der schärfsten Kritiker deutlich versöhnlicher. Er legte aber Wert darauf, dass unbedingt historisierend gebaut werden sollte. Das sah auch Hartmut Frerichs (SPD) so. „Das Gesicht des Marktplatzes sollte nicht verändert werden. Dort darf auf keinen Fall ein Klinkerbau hin“, sagte er. Er warne die Investoren schon jetzt, dass für einen neuen Bau wohl eine aufwendige Pfahlgründung erforderlich sein werde.

Die Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger überzeugte das Konzept gar nicht. Ursprünglich habe es geheißen, es würden große Verkaufsflächen benötigt, nun seien die Einheiten aber auch nicht größer als 650 Quadratmeter, kritisierte sie am Rande der Sitzung. „Das Konzept rechtfertigt den Abriss nicht.“

Der Ausschuss empfahl dennoch eine Konkretisierung des architektonischen Entwurfs. Dieser soll am 3. Dezember im Bauausschuss vorgestellt werden.

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