Mietvertrag für Wildeshausen-West

Investor: Firmenansiedlung bringt 150 neue Arbeitsplätze

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Auf dem Autohof in Nähe der Abfahrt Wildeshausen-West sollen 100 Stellplätze für Lastwagen gebaut werden.

Wildeshausen - Investor Harro Taube aus Cadenberge hat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung den Wildeshauser Stadtrat darüber informiert, was er auf dem Areal des geplanten Industriegebietes Wildeshausen-West entwickeln möchte. „Ich gehe davon aus, dass die Flächennutzungsplanänderung von der Mehrheit des Rates in die Wege geleitet wird“, zog er gegenüber unserer Zeitung eine positive Bilanz des Gespräches.

Gleichzeitig teilte der 59-Jährige mit, dass er am Donnerstag einen ersten Mietvertrag für ein Grundstück auf seiner zehn Hektar großen Fläche abgeschlossen hat. Er nennt keinen Unternehmensnamen, doch „bei dem Betrieb werden voraussichtlich 150 neue Arbeitsplätze entstehen“, so seine Auskunft.

Wie berichtet, hat Taube nach eigenen Angaben die teilweise bewaldeten Flächen von der Eigentümergemeinschaft Scheele/Eilers erworben, auf denen früher der Campingplatz Bürgerpark stand. Er möchte auf dem Areal einen Autohof mit Wasserstofftankstelle und 100 Stellflächen für Laster sowie ein Fast-Food-Restaurant errichten. Zudem, so Taube, sei er in Verhandlungen mit einem Schweizer Feinkost-Unternehmen, das die Nähe zu einem Hafen sucht, um in den osteuropäischen Markt vorstoßen zu können, sowie einem dänischen Metallveredler. Zunächst müsste aber die Bauleitplanung genehmigt sein.

Dass der Stadt Wildeshausen laut Auskunft auf eine Anfrage des Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff noch kein notarieller Vertrag zwischen den Grundstückseigentümern und Taube vorliegt, um das Vorkaufsrecht zu überprüfen, beziehungsweise darauf zu verzichten, findet der Investor nicht verwunderlich. „Es ist alles beurkundet“, betonte er. „Ich komme aus der Sache nicht mehr raus.“ Die Urkunde bekomme die Stadt dann, wenn alles rechtlich abgearbeitet sei. Dafür werde sein Notar sorgen. Auf der anderen Seite müssten aber die Sandabbauwünsche der Firme Scheele im hinteren Bereich berücksichtigt werden. „Darauf wartet die Firma seit Jahren, und das ist eine wichtige Voraussetzung.“

Investor Harro Taube.

Im Gespräch mit dem Stadtrat hat es offenbar einige massive verbale Angriffe gegen Taube gegeben, weil von Politikern befürchtet wurde, dass dort zahlreiche Billigjobs geschaffen werden. Der Investor zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung schockiert über die Umgangsformen, stellte aber klar: „Ich kann dort doch gar nichts machen, was nicht von der Stadt genehmigt wird.“ Von daher sei klar, dass es auf den von ihm erworbenen Flächen keine Geflügelschlachthöfe oder Bordelle geben werde. „Daran habe ich überhaupt kein Interesse“, so Taube mit Nachdruck. Andererseits wolle er schon gerne wissen, welche Betriebe sich die Stadt für die unmittelbare Nachbarschaft zu seiner Fläche vorstellt. „Ich bin selbstverständlich auch offen für Wildeshauser Firmen, die umsiedeln wollen“, machte Taube deutlich. Das sei schließlich für die Stadt von großer Bedeutung, da Unternehmen nach Grundstücken suchen, weil sie Wohngebiete und nicht mehr geeignete Gewerbegebiete verlassen wollen. „Ich habe noch sechs Hektar frei“, so Taube, der gegenüber dem Rat optimistisch betonte: „Ich möchte das Gebiet gerne Ende 2019 eröffnen.“ 

dr

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