Beirat sucht nach Möglichkeiten, das Vermögen gewinnbringend anzulegen

Investiert Nieberding-Stiftung in ehemalige Tennishalle?

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In der ehemaligen Tennishalle im Krandel befindet sich derzeit das „Rämmi-Dämmi-Kinderland“.

Wildeshausen - Die Nieberding-Stiftung der Stadt Wildeshausen hat rund 550.000 Euro liquide Mittel, die für Investionen in Sachvermögen zur Verfügung stehen. Da eine konventionelle Geldanlage bei der Bank aktuell keine Zinsen bringt, soll das Vermögen investiert werden. Es gibt einige Ideen. Doch seit einigen Monaten ist keine Lösung absehbar, wie das Geld gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Dem Beirat liegen zur nächsten Sitzung am 11. Mai lediglich Zwischenberichte vor. Vier Projekte werden geprüft, bislang gibt es noch keine Bewertung durch die Stiftungsaufsicht.

Von der CDU liegt der Vorschlag vor, die ehemalige Tennishalle im Krandel zu erwerben. Die Stiftungsverwaltung hat inzwischen das Gelände besichtigt. Der Antrag der Christdemokraten zielt darauf ab, dass die Stiftung das Gebäude kauft. Der Eigentümer der Immobilie hat inzwischen ein Wertgutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis am 11. Mai vorgelegt werden dürfte.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, eine Immobilie zur Flüchtlingsunterbringung zu erwerben. Bei dieser Investition besteht aber das Risiko, dass die Stadt keine dauerhafte Verwendung für ein derartiges Objekt hat. Die Vermietung einer Immobilie an eine Privatperson ist jedoch aufgrund des Ausfallrisikos ausgeschlossen.

Eine weitere Überlegung wäre laut Beschlussvorlage der Kauf des Gebäudes „Harpstedter Straße“ (ehemaliger Kindergarten), das gemäß Ratsbeschluss für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet werden soll.

Schon länger im Gespräch sind der Kauf der Gebäudes „Kleine Straße 14“ (ehemaliges Jugendzentrum) und des alten Feuerwehrgebäudes. Für das erste Objekt kann sich die Stadtverwaltung nach erfolgter Sanierung beispielsweise Büroräume vorstellen. Alternativ wäre eine Untervermietung an die Volkshochschule, Musikvereine oder die jetzigen Mieter der Villa Knagge denkbar. Die Volkshochschule hat bereits großes Interesse signalisiert und könnte Anteile an der Sanierung übernehmen.

Eine neue Nutzung des alten Feuerwehrhauses ist hingegen nicht zeitnah realisierbar. Noch steht nicht fest, wann die Feuerwehr auszieht. Pläne, ob und wie ein Urgeschichtliches Zentrum in das Gebäude einziehen kann, sind noch vage. Zudem ist eine Einschätzung der Umbau- sowie Sanierungskosten derzeit nicht möglich. 

dr

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