Land bewilligt 16 Millionen Euro

„Internet bis zur letzten Ackerfurche“

Übergabe der Zuwendungsbescheide: Minister Bernd Althusmann (l.) und Landrat Carsten Harings.
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Übergabe der Zuwendungsbescheide: Minister Bernd Althusmann (l.) und Landrat Carsten Harings.

Landkreis – Lange ist davon schon die Rede, nun aber könnte es in den nächsten Jahren tatsächlich Realität werden: Internetverbindungen in Gigabitqualität bis zur letzten Ackerfurche im Landkreis Oldenburg.

Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine Zuwendung des Landes Niedersachsen, die am Dienstag durch Bernd Althusmann, Minister für Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, mit vier Bescheiden offiziell bestätigt wurde.

Althusmann übergab die Zusage einer Aufstockung von 5,33 Millionen auf 16,375 Millionen Euro an Landrat Carsten Harings.

Mit dieser Unterstützung für 25 Prozent der Ausbaukosten sowie einer Förderung durch den Bund in Höhe von 50 Prozent der Ausbauaufwendungen können im Landkreis Oldenburg die letzten 4 117 Adressen im Rahmen des Giganetzausbaus angeschlossen werden, die bislang eine Versorgung von bis zu 30 Megabyte haben. Konkret geht es laut Althusmann um 3 546 private und 567 gewerbliche Adressen sowie vier Schulstandorte.

Althusmann: „Versorgung mit schnellem Internet ist allgemeine Daseinsvorsorge“

„Die Versorgung mit schnellem Internet gehört ebenso wie mit Wasser und Strom zur allgemeinen Daseinsvorsorge“, betonte der Minister. Deshalb sei es nicht nur entscheidend, bis zur mittlerweile sprichwörtlichen „letzten Milchkanne“ zu kommen, sondern bis zur letzten Ackerfurche, um eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu ermöglichen. „Insbesondere die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig die digitale Vernetzung für alle unsere Lebensbereiche ist“, so Althusmann. „Eine stabile und leistungsfähige Internetversorgung ist die Basis dafür.“

Der Landkreis Oldenburg, vertreten durch Harings sowie dem Kämmerer Reiner Fürst, hatte sich sehr früh um die Zuwendung beworben und erhält deshalb schnell die gewünschte Zusage. „Wir befinden uns bereits im Ausschreibungsverfahren“, bestätigte der Landrat. Laut Fürst sei Anfang 2022 mit Ergebnissen zu rechnen. Erste Baumaßnahmen seien aber nicht vor Herbst zu erwarten, da es für die Telekommunikationsunternehmen schwer sei, genügend Arbeitskräfte zu finden. Eine Realisierung bis zum Jahr 2025 – wie im Förderbescheid verlangt – sei zwar wünschenswert, aber wohl nicht zu erreichen. Von daher sei davon auszugehen, dass die Maßnahme verlängert werde.

Harings bilanzierte, dass es sich um eine „sehr spürbare Unterstützung“ handelt. Entscheidend sei, dass es nun keine Deckelung der Beträge mehr gebe. Es handele sich schließlich um eine Versorgung von Adressen, in der die Wirtschaftlichkeitslücke relativ hoch sei. Nun könnten die Anschlüsse durch die Mittel des Bundes, des Landes sowie des Landkreises und der Kommunen realisiert werden. Das Gesamtvolumen der Maßnahme dürfte bei rund 60 Millionen Euro liegen. Genaue Erkenntnisse gibt es jedoch erst, wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Sollten die Summen höher sein, kann der Landkreis weitere Zuwendungen vom Land und Bund einfordern.  

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