Vereinte Nationen zeichnen inklusives und ökologisches Projekt aus

Internationale Anerkennung

Übergabe im Grünen: Landrat Carsten Harings (links) überreichte den Projektteilnehmern die Auszeichnung.
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Übergabe im Grünen: Landrat Carsten Harings (links) überreichte den Projektteilnehmern die Auszeichnung.

Wildeshausen – Das Umwelt- und Inklusionsprojekt „Natürlich Gemeinsam!“ wird als offizielles Projekt der von den Vereinten Nationen ausgerufenen UN-Dekade für biologische Vielfalt (2011 bis 2020) ausgezeichnet. Landrat Carsten Harings übergab am Donnerstagnachmittag die Urkunden an die drei beteiligten Partner: den Verein „Grüner Planet“, die Diakonie Himmelsthür und die Freiwilligenagentur „mischMIT!“. Ort des Geschehens war der Garten, den die Mitglieder des „Grünen Planeten“ im Jahr 2015 am Stadtwall angelegt haben. Dort arbeiten seit rund zwei Jahren auch Kunden der Diakonie mit, wodurch das Gärtnern nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen inklusiven Charakter gewonnen hat.

Diese zweifache Bedeutung stecke ja auch im Namen „Natürlich Gemeinsam!“ schon mit drin, so Harings. „Dieses Miteinander sollte natürlich normal sein, ist es in dieser Gesellschaft aber nicht“, sagte er und bedankte sich für das Engagement der Beteiligten, die auch 2018 mit dem Inklusionspreis des Landkreises ausgezeichnet worden waren.

Sowohl Kunden der Tagesförderung als auch Mitbewohner im Diakonie-Haus an der Kleinen Straße wühlen regelmäßig im Garten, pflanzen und gestalten zum Beispiel im Winter Insektenhotels. Helga Weller von der Diakonie unterstrich, wie wertvoll das Projekt gerade für die Menschen sei, die einen sehr hohen Unterstützungsbedarf haben und deswegen nicht in den Werkstätten der Himmelsthür arbeiten könnten. „Die Öffentlichkeit hat bei diesen Menschen manchmal noch Hemmungen“, erklärte sie. Durch „Natürlich Gemeinsam!“ könnte jedoch jeder – ein Faible für den Garten vorausgesetzt – hier tätig werden. Konkret werden zum Beispiel zwei Hochbeete mit Gemüse, aktuell Erdbeeren, und ein Blumenbeet betreut.

Initiator der ganzen Sache ist allerdings die Freiwilligenagentur, die vor ein paar Jahren auf der Suche nach einem Inklusionsprojekt in Wildeshausen war. Schnell war die Zusammenarbeit mit der Diakonie beschlossen, aber bis ein dritter Partner mit einem entsprechenden Grundstück im Boot war, dauerte es noch ein paar Jahre. Die Beteiligten wurden dann durch einen Zeitungsartikel auf den „Grünen Planeten“ aufmerksam. Und da dessen Vorsitzender Raphael Klein im Berufsleben bei der Diakonie angestellt ist, war die Zusammenarbeit schnell beschlossen. „Eine tolle Kombination mit Potenzial“, freute sich „mischMIT!“-Geschäftsführer Thorben Kienert.

Das sahen jetzt auch die Vereinten Nationen so, die mit der Dekade für biologische Vielfalt das Bewusstsein für den Wert der Natur schärfen möchten. Außerdem sollen Projekte an der Schnittstelle zwischen Ökologie und sozialen Fragen ausgezeichnet werden. Zusätzlich zu den Urkunden gab es einen symbolischen „Vielfalt-Baum“. Den muss man übrigens nicht gießen, er wurde von einem Künstler gestaltet.

Von Ove Bornholt

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