Ute Frankenfeld berichtet von Projekten zur Eingliederung von Flüchtlingen

Integrationsbeauftragte setzt auf Ehrenamtliche, Sprache und Arbeit

Ute Frankenfeld

Wildeshausen - Einiges geschafft, aber noch viel vor hat die Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg, Ute Frankenfeld. Nachdem sie im Mai ihr Integrationskonzept vorgestellt hat, zog sie nun eine erste Bilanz und gab einen Ausblick auf die Schritte, die noch kommen sollen.

Grundsätzlich ruht ihr Konzept auf drei Säulen: Integration in das Leben vor Ort, Integration durch Sprache und Bildung sowie Integration durch Arbeit, Beschäftigung und Ausbildung. Hinzukommt die Vernetzung aller Akteure, für die sich ganz besonders verantwortlich fühlt.

Bei der Integration vor Ort setzt Frankenfeld zum einen auf die Ehrenamtlichen und zum anderen auf die Flüchtlingssozialarbeiter, die mittlerweile in der Regel mit den Freiwilligen und den Verwaltungen gut vernetzt seien. Es gibt vierteljährliche Zusammenkünfte für die Sozialarbeiter.

Ganz besonders am Herzen liegt der Integrationsbeauftragten das Ehrenamtstreffen, das im August zum ersten Mal über die Bühne ging. „Es war ein sehr, sehr reger Austausch. Der Bedarf ist hoch.“ Deswegen plant sie für Januar ein weiteres Treffen im Kreishaus.

Was nicht so gut läuft, ist die Weiterbildung der Ehrenamtlichen zu Integrationslotsen. Möglicherweise bestehe der Bedarf nicht, mutmaßt Frankenfeld.

Dass es nicht immer der große Wurf sein muss, beweisen die sogenannten sozialräumlichen Miniprojekte, die Frankenfeld auf der Internetseite des Landkreises auflistet. Mal ist es gemeinsames Kochen an der Wildeshauser Hauptschule, mal eine Männerselbsthilfegruppe für Flüchtlinge in Hude oder Wassergymnastik für Asylbewerberinnen in der Gemeinde Hatten. Alles kleine Schritte für etwas mehr Integration. Wer noch einen Vorschlag hat, kann sich bei Frankenfeld melden (Tel. 04431/85659), die meint: „Gute Ideen sollten nicht an fehlenden Mitteln scheitern.“

Schaffung von 30 Helfer-Jobs für Flüchtlinge 

Zu den Projekten, die noch kommen, gehört zum Beispiel eine große Tagung zum Thema Integration für Grundschullehrer, Erzieher sowie Vertreter von Kommunen und der Landesschulbehörde am Montag, 28. November. Hierfür ist federführend die neue Bildungskoordinator des Landkreises, Dr. Brigitte Bruch, verantwortlich.

Frankenfeld hofft zudem, dass ihr Antrag auf Bundesmittel erfolgreich ist, der vorsieht, dass ein Sozialpädagoge an die weiterführenden Schulen kommt. Dieser soll dort mit den Mädchen und Jungen Übungen, Arbeitsgemeinschaften oder Rollenspiele machen, in denen sie Verschiedenheit und Vielfalt lernen.

Zudem setzt Frankenfeld darauf, erst einmal um die 30 Helfer-Jobs für Flüchtlinge zu schaffen, die noch nicht fit für den Arbeitsmarkt sind. „Es geht nur um Arbeiten, die sonst nicht erledigt werden. Das wird auch kontrolliert“, betont sie. Denkbar sei zum Beispiel ein Helfer für den Hausmeister. Im kommenden Jahr sollen weitere Helfer-Jobs geschaffen werden.

Gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft bemüht Frankenfeld sich auch, Migrantinnen anzusprechen und ihnen Unterstützung zu vermitteln. Frankenfeld hat also noch einiges auf dem Zettel.

Dabei nimmt sie durchaus auch Bezug auf die rumänischen, bulgarischen und polnischen Arbeiter in Wildeshausen und Ahlhorn. Diese fallen zahlenmäßig intensiver als die Flüchtlinge ins Gewicht. So gibt es Überlegungen, eine weitere mobile Beratung anzubieten. 

bor

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