Insekten aus aller Welt

Spinnen, Schmetterlinge, Flughunde und einheimische Waldtiere bei „Insektopia“

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Peter Bossle zeigte in seiner „Insektopia“-Ausstellung im „Kayserhaus“ insgesamt 547 Tierpräparate. 

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. „Mit unserer Ausstellung ‚Insektopia‘ möchten wir den Menschen näher bringen, was für Tiere es auf dieser großen, weiten Welt eigentlich alles so gibt“, erklärte Peter Bossle, der am Wochenende insgesamt 547 Tierpräparate im Saal der Gaststätte „Kayserhaus“ in Wildeshausen präsentierte. Am kommenden Sonntag zeigt er seine Sammlung von 11 bis 18 Uhr im Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt.

In ganz Deutschland sei seine Sammlung die größte und weitestgehend auch einzige transportable Kollektion, erklärte Bossle, der in Bremen wohnt. Dort habe er in den vergangenen zehn Jahren bereits viele Ausstellungen gemacht, aber auch durch Tschechien und Ostdeutschland sei er getourt, wo seine Sammlung stets auf großes Interesse gestoßen sei.

„Hier scheint es etwas schwieriger zu sein, die Leute dafür zu begeistern“, stellte Bossle fest. Als er am Samstagabend Bilanz zog, kam er zumindest auf lediglich 25 Besucher, die im Laufe des Tages die Ausstellung besucht hatten.

Hauptsächlich zeigt Bossle Insekten aus. Allein mehr als 200 Schmetterlinge sind Teil seiner Sammlung. Käfer, Stab- und Gespenstschrecken sowie Skorpione sind ebenfalls zu sehen – genau wie auch Vogelspinnen und sogar Flughunde aus Indonesien und Thailand. Mitgebracht hatte Bossle außerdem einige Präparate von einheimischen Waldtieren sowie Adler und andere Greifvögel.

Bossle erklärte, dass die Einfuhr von Präparaten mit einigen Schwierigkeiten verbunden sei. „Natürlich dürfen wir keine Tiere ausstellen, die unter Artenschutz stehen. Wir wollen ja nicht, dass irgendjemand auf die Idee kommt, solche Tiere zu töten, um Geld damit zu verdienen“, erklärte der Aussteller. Immer schwieriger werde es außerdem, Präparatoren zu finden. Je kleiner das Tier, desto schwieriger sei es zu präparieren. Dahinter stecke ein langwieriger Prozess, der das mehrmalige Trocknen und wieder Aufweichen sowie das Ausnehmen der Tiere umfasse.

Zu den Vogelspinnen – die größte in der Ausstellung hat einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern – wusste Bossle zu berichten: „Diese Spinnen haben keine Giftzähne und beißen nicht, wenn sie sich bedroht fühlen.“ Vielmehr würden sie bei Gefahr einige ihrer feinen Haaren abschießen. „Das fühlt sich beim Menschen dann wohl in etwa so an wie ein Bienenstich“, so Bossle.

Der große Vorteil an seiner Sammlung: Hier könne man die Tiere einmal in Ruhe betrachten – so, wie es sonst wohl kaum möglich sei. „Vogelspinnen verkriechen sich ja tagsüber in ihren Höhlen und kommen nur nachts heraus.“

Außerdem sei es eben nicht allen Menschen möglich, in ferne Länder zu reisen, um die jeweiligen wundersamen tierischen Kreaturen kennenzulernen, die dort zu Hause sind.

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