Neue Schilder aufgestellt

Innenstadt: Tempo 30 gilt nun ohne Unterbrechung

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Tempo 30 gilt nun für die gesamte Strecke ab Huntetor. Auch Lastwagen dürfen hier nun nicht mehr fahren.

Wildeshausen - Ab jetzt gilt auf der innerörtlichen Verbindung Huntetor, Zwischenbrücken, Wittekindstraße und Kaiserstraße durchgängig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern zusätzlich zum Einfahrtverbot für Lastwagen. Das wird von der Bürgerinitiative Kaiserstraße begrüßt, reicht den Anwohnern jedoch noch nicht, um genügend Entlastung zu schaffen.

Wie berichtet, ist die Verbindung stark durch Schwerlastverkehr belastet und nicht genügend ausgebaut, um einen sicheren Begegnungsverkehr zwischen größeren Fahrzeugen zu gewährleisten. Aus diesem Grund hatte der Rat der Stadt beschlossen, dass Laster über 3,5 Tonnen und Busse künftig nicht mehr vom Huntetor aus, also aus nördlicher Richtung, durch die Wittekind- und Kaiserstraße in Wildeshausen fahren dürfen. Von der Pestruper Straße aus, also aus südlicher Richtung, sind die Kaiser- und Wittekindstraße noch für Lieferverkehr frei.

„Scharfe Messungen“ gefordert

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem gesamten Abschnitt kommt bei den Anwohnern gut an. Ulrich Stolle-Warkotz hat sogar den Eindruck, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit gesunken ist. Er und die Nachbarn wünschen sich jedoch „scharfe Messungen“, um die Autofahrer dahin zu bringen, kollektiv nur 30 Stundenkilometer schnell zu fahren.

Noch immer sind Laster auf der Kaiserstraße unterwegs.

Interessanterweise, so Stolle-Warkotz, fahren auch die Laster langsamer. Allerdings dürften diese ja zumeist gar nicht in dem Bereich unterwegs sein. Im Januar hat die Bürgerinitiative 61 Lkw dokumentiert, die in Fahrtrichtung Pestruper Straße unterwegs waren. In Richtung Kreishaus konnte die Initiative 20 Fahrzeuge aufschreiben. „Wir erwischen aber schätzungsweise nur jeden fünften Laster“, so Stolle-Warkotz. Einerseits könne man nicht rund um die Uhr überwachen, andererseits seien die Kennzeichen oft so verdreckt, dass sie nicht festgehalten werden können.

Laster besser kontrollieren

Ein Dorn im Auge ist der Initiative, dass das Kraftfahrtbundesamt aus Datenschutzgründen der Bußgeldstelle beim Landkreis wegen eines Verstoßes gegen das Einfahrverbot keine Halterdaten von ausländischen Lastern preisgibt. „Ausländische Fahrer müssen also nur dann eine Strafe fürchten, wenn sie vor Ort in eine Polizeikontrolle geraten“, so Stolle-Warkotz. „Wenn solche überhaupt stattfinden, so warnen sich die Fahrer über Funk davor. Es besteht also für diese nahezu keinerlei Risiko, belangt zu werden. Das wissen die gut vernetzten Fahrer sehr genau und lachen deswegen über Einfahrverbotsschilder.“ Aus diesem Grunde, so folgert die Initiative, fahren viele 40-Tonner aus dem Ausland „völlig ungeniert“ in Richtung Süden über die Kaiserstraße. Eine bauliche Einfahrsperre, die von den Anwohnern angeregt wurde, fand allerdings keine Zustimmung im Stadtrat. Zunächst, so die Mehrheit, wolle man abwarten, wie sich die Situation durch eine neue Beschilderung entwickelt.

dr

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