Nach positivem Votum liegt die Entscheidung bei Finanzminister Schneider

Innenminister für Umzug der Polizei ins Gewerbegebiet

Die Gebäude an der Herrlichkeit stehen unter Denkmalschutz und sind für eine moderne Polizeiarbeit kaum noch geeignet.

Wildeshausen - Der Umzug des Wildeshauser Polizeikommissariats wird immer wahrscheinlicher. Wenn alles glatt läuft, kann Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am 16. März beim Schaffermahl den Kauf einer Immobilie an der Daimlerstraße in Wildeshausen vermelden. Während sich Pistorius klar positioniert hat, prüft Finanzminister Peter-Jürgen Schneider nun, ob er den Kauf genehmigen kann.

„Das Innenministerium teilt die Auffassung der Polizeidirektion Oldenburg, dass die Unterbringung des Polizeikommissariats Wildeshausen dringend verbesserungsbedürftig ist und befürwortet den Ankauf des in Rede stehenden Gebäudes im Wildeshauser Gewerbegebiet“, heißt es in einer Mail an unsere Zeitung. „Für die Realisierung des Ankaufs bedarf es zunächst aber noch einer Abstimmung mit dem für die Unterbringung von Landesdienststellen zuständigen Finanzressort.“ Um das Gebäude für die Polizei nutzen zu können, seien noch Umbauarbeiten im Hinblick auf die Sicherung der Dienststelle erforderlich. Ein Umzug sei demzufolge nicht vor Ende 2017 zu erwarten, teilt Innenministeriums-Pressesprecherin Svenja Mischel mit.

„Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagt auch Wildeshausens Dienststellenleiter, Polizeioberrat Markus Voth. Nach einem Gespräch in der vergangenen Woche, bei dem es noch einmal um die Höhe des Kaufpreises gegangen sei, sei er sehr optimistisch, dass die jahrelange Suche nach einem neuen Domizil nun zu einem guten Ende kommen werde.

Seit über einem Jahrzehnt wird darüber diskutiert, dass der auf vier Gebäude aufgeteilte Standort an der Herrlichkeit in Wildeshausen wenig für die Polizei geeignet ist. Einerseits sind die Immobilien mit einer Nutzfläche von 1 300 Quadratmetern in keinem guten Zustand, was Raumaufteilung und Energieeffizienz betrifft. Anderseits müssen Streifenwagen im Einsatz mit Blaulicht durch die verkehrsberuhigte Innenstadt fahren, was nicht nur die Unfallgefahr erhöht, sondern auch dazu führt, dass man nicht immer so schnell wie gewünscht zum Tat- oder Unfallort kommt.

Die anvisierte Immobilie im Gewerbegebiet gehört der Müller GmbH. Das Gebäude mit 1 800 Quadratmetern Fläche wurde im Jahr 2002 speziell für die Firma „Ortec Logiplan“ errichtet und drei Jahre später erweitert. Der Erwerb der Liegenschaft dürfte etwa ein Drittel des Preises erfordern, der für einen Neubau aufzuwenden wäre. Allerdings muss das Gebäude noch für polizeiliche Belange umgebaut werden. Dazu gehören ein neuer Eingangs- und Wachebereich sowie ein Zellentrakt, der naturgemäß in einem normalen Gebäude nicht vorgesehen ist.

Eine positive Entscheidung des Finanzministeriums ist gut denkbar, weil die Liegenschaftsverwaltung gleichzeitig die Häuser an der Herrlichkeit verkaufen kann. Die Stadtverwaltung plant zudem, im Stadthaus Räume für ein Kontaktbüro der Polizei zur Verfügung zu stellen, damit die Bürger weiter Ansprechpartner mitten in Wildeshausen haben. Dafür würde sich das jetzige Büro des Stadtmarketings eignen, das dann umziehen würde.

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