BI möchte Nachtflugverbot für Ahlhorn

Initiative gegen Lärm in Gründung

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Am 2. September soll eine Bürgerinitiative (BI) aus der Taufe gehoben werden, die sich kritisch mit einem 24-Stunden-Betrieb und einer Ausweitung für Frachtflüge auf dem Flugplatz in Ahlhorn auseinander setzen wird. Gestern berichteten die Sprecher des Initiativkreises, Franz Duin, Joachim Musch und Jürgen Lammers, von ihren Plänen.

Sie äußerten ihr Missfallen darüber, dass sie von der Flugpark Ahlhorn GmbH nicht in Kenntnis gesetzt wurden, dass am 9. Juli beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr ein Antrag eingereicht wurde, einen Sonderlandeplatz für Flugzeuge bis 14 Tonnen Gewicht und einen 24-Stunden-Flugbetrieb genehmigt zu bekommen. „Das ist kein offenes Visier“, kritisierte Duin. „Da geschieht etwas unter dem Deckmantel“, erklärte Lammers.

Die drei Sprecher hatten schon vor Monaten angekündigt, gegen Nachtflüge aktiv zu werden. Sie kritisieren ausdrücklich aber nicht den Flugplatz und den Flugbetrieb an sich, da sie sich wirtschaftlichen Interessen nicht entgegen stellen wollen.

Auf den Aufruf hin, meldeten sich annähernd 50 Personen, die sich engagieren und inhaltlich mit dem Thema auseinander setzen wollen.

„Zurzeit besteht in Ahlhorn noch der große Bauschutzbereich“, erklärte Musch. „Dieser soll aber aufgehoben werden und durch den kleinen Bauschutzbereich von 1,5 Kilometern ersetzt werden.“ Aktuell gebe es nur die fliegerische Genehmigung für den Luftfahrverein und Ausnahmegenehmigungen für einen Düsenjet der Firma Bunte.

Der Antrag der Flugplatz Ahlhorn GmbH geht voraussichtlich im September in die öffentliche Auslegung. Dann ist auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung in den umliegenden Gemeinden möglich. „Wir hoffen, bis dahin die BI gegründet zu haben“, so Duin. Lammers betonte, dass es bei einem Nachtflugverbot um die Gesundheit der Bevölkerung ginge. „Lärm wirkt nicht nur auf das Ohr, sondern auf das gesamte Nervensystem.“ Deshalb möchte die BI auch Mediziner zu Rate ziehen.

Duin sieht zudem die Entwicklung Wildeshausens in Gefahr, denn sowohl die Neubaugebiete als auch das Spascher Sand Resort liegen im Westen der Stadt – in Richtung des Flugplatzes.

„Es ist für uns kaum vorstellbar, dass nur eine reine Geschäftsfliegerei in Ahlhorn stattfinden soll“, erklärten die Sprecher. Ihre Sorge ist, dass schon bald Anträge für größere Maschinen kommen – und damit weitere Belastungen.

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