Inhaber investieren fünf Millionen Euro/Bebauungsplan muss geändert werden

Hotel soll um 49 Zimmer erweitert werden

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So stellen sich Planer und Investoren den Anbau vor. Der Startschuss kann nur nach Änderung des Bebauungsplanes erfolgen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die ersten Pläne liegen vor, jetzt muss nur noch die Baugenehmigung her: Es soll sich was tun am Hotel „Wildeshauser Hof“ in der Kreisstadt. Die Inhaber Oliver Nicolai und Nils Luthardt haben sich entschlossen, in den kommenden Jahren bei einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro einen Anbau zu realisieren.

Gestern haben sie gemeinsam mit Karl-Wilhelm Jacobi vom Architekturbüro Rolwes-Hauth-Jacobi das Vorhaben vorgestellt. So ist geplant, das Hotel, das bislang über 37 Zimmer mit 80 Betten verfügt, um 49 Zimmer zu erweitern. „Einzige Hürde ist jetzt noch, dass der Bebauungsplan geändert werden muss“, betonte Jacobi. Derzeit sei eine zweigeschossige Bebauung festgeschrieben: „Wir planen aber, viergeschossig zu bauen, um dieses ehrgeizige Ziel, die Betten-Kapazität deutlich zu erhöhen, durchsetzen zu können.“ Er hoffe, dass das Vorhaben auch von Politik und Verwaltung positiv begleitet wird: „Fakt ist nämlich, dass es für die Kreisstadt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre.“ Bereits am Donnerstag, 18. Februar, stehe diese Maßnahme auf der Tagesordnung für den Fachausschuss.

„Wir brauchen dringend mehr Kapazitäten“, betonten Nicolai und Luthardt. „Wir haben vor drei Jahren das Haus übernommen. Seinerzeit hatte es eine Auslastung von 49 Prozent. Jetzt sind wir bei 80 Prozent.“ Das heiße, dass das Haus in den Sommermonaten stets ausgelastet sei. Es gebe in der Stadt einen Hotelstau: „Wir haben bereits zwei Wohnungen, die sich im Haus befanden, zu fünf Zimmern ausgebaut, um etwas mehr Kapazitäten zu schaffen.“

Das Hotel und Restaurant werde sehr gut angenommen. „Auch die Erweiterung unseres Lokals mit dem großen Wintergarten hat sich schon jetzt bewährt“, so Nicolai. Mit Blick auf die Zukunft sei der Schritt sehr wichtig, das Haus zu modernisieren und zu vergrößern.

Die viergeschossige Bauweise biete sich an, um einen kompakten Bau zu haben. „Die Gäste wollen nicht über lange Flure laufen, sondern ankommen, in den Fahrstuhl steigen und ihr Zimmer schnell erreichen“, sagte Nicolai. „Obwohl wir von zwei auf vier Geschosse gehen, wäre der Anbau gerade einmal drei Meter höher als das Bestandsgebäude“, fügte Jacobi an.

Das oberste Stockwerk sei als Panorama-Geschoss ausgelegt und für Tagungen und Veranstaltungen gedacht. „Bei einer Fläche von 300 Quadratmetern bietet es sich mit herrlichem Ausblick für Feiern aller Art an. Wir arbeiten dort mit Trennwänden“, so Jacobi.

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