„Informatik-Biber“-Wettbewerb: Realschüler recht erfolgreich/Vier dritte Plätze

Keno Franz holt sich den Schulsieg

Sie belegten bundesweit dritte Plätze: Malina Meier, Keno Franz (Schulsieger) und Dennis Kulmann (von links).
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Sie belegten bundesweit dritte Plätze: Malina Meier, Keno Franz (Schulsieger) und Dennis Kulmann (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein dickes Lob vom Leiter der Wildeshauser Realschule: Jan Pössel hob gestern die Leistungen der 89 Schüler, die sich am bundesweiten Wettbewerb „Informatik-Biber“ beteiligt hatten, in der Aula besonders hervor. Schulsieger wurde mit 168 Punkten Keno Franz (Klasse 6d). Bundesweit „schrammte“ er um nur drei Punkte an einem zweiten Platz vorbei.

Dritte Plätze belegten zudem Dennis Kulmann (6b) mit 152 Punkten, Jimmy Nong (8b, 152) und Malina Meier (7a, 120). Ferner wurden 20 Anerkennungen ausgesprochen. Dabei handelt es sich um Teilnehmer, die um sehr wenige Punkte an einem dritten Rang „vorbeigeschrammt“ sind. Ihr habt allesamt wieder tolle Leistungen erbracht“, betonte Pössel. Ein ganz besonderer Dank gelte jedoch Lehrerin Anke Schneider: „Ohne ihren Einsatz hättet ihr gar nicht an diesem Wettbewerb teilnehmen können, sie setzt sich stets stark für die Durchführung ein.“

Die Pädagogin machte deutlich, dass die Leistungen der Realschule erst dann so richtig Gewicht bekämen, wenn bedacht werde, dass sich insgesamt 248092 Schüler an dem Wettbewerb beteiligt hätten: „Da ist es doch eine tolle Leistung, wenn wir vier dritte Plätze verzeichnen können.“

Ob es um die Fotos von Freunden in sozialen Netzwerken, um die Sicherheit von Passwörtern oder die Umverteilung von Wasser auf verschiedene Behälter ging: Die Schüler waren einmal mehr so richtig gefordert. „Und es waren mehr Schüler denn je, die sich den praxisnahen Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gestellt haben“, so die Lehrerin. Seit der Premiere im Jahr 2007 verzeichne der Wettbewerber alljährlich neue Rekordzahlen: „Und das bei allgemein sinkenden Schülerzahlen.“

Es seien vor allem die Aufgaben, die den „Informatik-Biber“ so attraktiv machten. „Die Themen sind lebensnah und aktuell, die Bearbeitung ist zunehmend interaktiv“, erklärte Schneider. Die Kinder und Jugendlichen könnten daher oft direkt sehen, wie sich ihre Ideen auf die Lösungen der Aufgaben auswirken: „Für die Teilnehmer ist es pure Motivation, wenn sie am Bildschirm mitverfolgen können, wie sich die Lösung entwickelt.“

Der Wettbewerb ist die deutsche Beteiligung am „Bebras International Challenge on Informatics and Computational Thinking“, der im Jahr 2004 in Litauen gestartet wurde. „Mit dem ,Informatik-Biber‘ gelingt es uns, das Interesse an Informatik sowohl bei Schülern als auch bei den Schulen überhaupt zu verstärken“, heißt es in der Beschreibung des Wettbewerbs.

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