50 Teilnehmer in Bühren

Infizierter besucht Gottesdienst: Gläubiger ist Geestland-Mitarbeiter

Das Jesus-Zentrum in Bühren: Hier soll der infizierte Mann am Sonntag Gottesdienst gefeiert haben.
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Das Jesus-Zentrum in Bühren: Hier soll der infizierte Mann am Sonntag Gottesdienst gefeiert haben.
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Da kommt in den nächsten Tagen noch eine Menge Arbeit auf die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Oldenburg sowie alle mit dem Coronaausbruch bei Geestland in Wildeshausen beschäftigten Personen zu. Es reicht offenbar bei Weitem nicht, die Geestland-Angestellten zu testen, ihre Familien zu besuchen und zu untersuchen, die positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet wurden.

Wie unsere Zeitung aus sicherer Quelle erfuhr, hat ein Geestland-Mitarbeiter am Sonntag einen Gottesdienst des Jesus-Zentrums in der Wildeshauser Landgemeinde Bühren besucht – wohl ohne, dass er etwas von seiner Infektion wusste. Bei diesem Treffen sollen mehr als 50 Personen zusammengekommen sein. Der Mann wurde demnach am Montag getestet und soll bereits am Dienstag ein positives Ergebnis erhalten haben. Die freie evangelische Christengemeinde wird von vielen vietnamesischen und bulgarischen Menschen angesteuert. Zwar wird in der Gemeinde auch auf die Hygienebestimmungen geachtet, sodass die Infektionszahl gering sein könnte. Da der infizierte Mann jedoch mit so vielen Menschen in einem Raum war, muss überprüft werden, wen das Virus möglicherweise erwischt hat.

Vom Landkreis Oldenburg gibt es zu dem Geschehen in Bühren keine offizielle Bestätigung, man weiß jedoch davon. Offenbar kümmert sich derzeit ein Einsatzstab um das Abarbeiten der dringendsten Aufgaben. Eine so hohe Zahl an Kontaktpersonen aufzusuchen und zu testen, überfordert die Kapazitäten des Gesundheitsamtes. Deshalb wurde auch die Bundeswehr um Unterstützung gebeten.

„Immens wichtig, das Geschehen in den Griff zu bekommen“

„Es ist immens wichtig, alles zu tun, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. Bei allem, was wir tun, ist es unsere vordringlichste Aufgabe, Menschenleben zu schützen“, sagte Landrat Carsten Harings am Dienstag nach Bekanntgabe der Fälle. Deshalb seien die Infizierten und die Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden.

Es ist aber nach Einschätzung von Beteiligten davon auszugehen, dass die Zahl der Betroffenen außerhalb der Schlachterei noch weiter wächst.

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