Stuttgarter geben sich zugeknöpft

Industriegebiet Wildeshausen-West: Warten auf die Nanz-Gruppe

Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müssten mindestens rund 25 Hektar Wald weichen.
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Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müssten mindestens rund 25 Hektar Wald weichen.

Der Investor für das Industriegebiet Wildeshausen-West gibt sich zugeknöpft. Allem Anschein nach wartet die Nanz-Gruppe erst einmal die Kommunalwahl ab.

Die Kommunalwahl am 12. September wird längst nicht nur in Wildeshausen aufmerksam verfolgt. Auch in Stuttgart erwartet man interessiert die Ergebnisse in der Kreisstadt. Dort ist die Nanz-Gruppe angesiedelt, die als Investor für das Industriegebiet Wildeshausen-West auftritt. Nach Informationen unserer Zeitung schreiten die Planungen allerdings zuletzt kaum voran, weil die Nanz-Gruppe die Sitzverteilung im Stadtrat nach der Wahl abwarten will. Aktuell gibt es eine deutliche Mehrheit der Befürworter aus den Reihen der SPD, CDU, CDW und FDP. Kritischer sehen UWG, Grüne und Linke das Vorhaben.

Dass Nanz zurzeit auf die Bremse tritt, sei Spekulation, sagt Bauamtsleiter Hans Ufferfilge, der das Industriegebiet von der Stadtverwaltung aus betreut. Auf der anderen Seite sagt er: „An uns soll es nicht liegen. Wir sind startklar.“ Aktuell gehe es um einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Kommune und dem Investor. „Die Entwürfe liegen bei der Nanz-Gruppe und werden von Juristen final geprüft“, so Ufferfilge.

Städtebaulicher Vertragsentwurf liegt zur Prüfung bei Nanz

Schon im Sommer vergangenen Jahres stand der städtebauliche Vertrag auf der Tagesordnung eines städtischen Ausschusses, wurde aber kurzfristig wieder zurückgezogen. Damals hatte der Landkreis Oldenburg die Änderung des Flächennutzungsplans nicht genehmigt. Durch eine Nachbesserung beim Ersatz für den Wald, der für das Industriegebiet weichen müsste, ist der Kreis inzwischen zufriedengestellt und der Flächennutzungsplan wurde geändert.

Nächster Verfahrensschritt ist die Aufstellung eines deutlich konkreteren Bebauungsplans. Das soll zeitgleich mit dem städtebaulichen Vertrag in den politischen Gremien beraten werden, sagte Ufferfilge. „Ich hoffe sehr, dass wir das noch dieses Jahr auf den Weg bringen.“ Aber zurzeit liegt es offenbar doch an Nanz, ob und wann es weiter geht. „Sobald wir die Freigabe von der Nanz-Gruppe bekommen, geben wir es in die politische Beratung“, informiert Ufferfilge.

Nanz-Gruppe strukturiert Projektentwicklung um

Auf Anfrage unserer Zeitung wollte sich die Nanz-Gruppe nicht zu dem Projekt äußern. Bisher hatte die Interrast GmbH aus Brinkum die Interessen der Stuttgarter in Wildeshausen vertreten. So hatte Projektentwickler Peter Hilken das Vorhaben inklusive Autohof und Hotel erstmals im Mai in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt und Mitte Februar hatte er noch die Hoffnung geäußert, dass ein neuer Bebauungsplan schon in diesem Jahr rechtskräftig werden könne. Dazu ist es bisher nicht gekommen und wird es wahrscheinlich auch nicht, da es Fristen für die Auslegung der Pläne und die Bürgerbeteiligung gibt.

Wie auch immer das Projekt ausgeht, für Hilken hat das nur noch geringe Bedeutung, denn mittlerweile hat die Stuttgarter Nanz-Gruppe offenbar Umstrukturierungen vorgenommen und betreut ihre verschiedenen Autohof-Projekte jetzt zentral von Stuttgart aus, wie unsere Zeitung erfuhr.

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