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Es geht auch um mögliche Fördergelder: Industriegebiet interkommunal?

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Von: Dierk Rohdenburg

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Industrie und Gewerbe in Wildeshausen-West: Denkbar wäre nach dem Rückzug eines Investors, dort ein interkommunales Gewerbegebiet zu erschließen.
Industrie und Gewerbe in Wildeshausen-West: Denkbar wäre nach dem Rückzug eines Investors, dort ein interkommunales Gewerbegebiet zu erschließen. © dpa

Wildeshausen – Nach dem Rückzug der Nanz-Gruppe aus Stuttgart als Investor für das Industriegebiet Wildeshausen-West öffnen sich möglicherweise neue Türen für eine Entwicklung des Gebietes, die bislang verschlossen schienen.

Denkbar wäre beispielsweise die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden mit dem Ziel, ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet an der Autobahnabfahrt Wildeshausen-West zu erschließen. „Wir haben damit in Hockensberg in der Gemeinde Dötlingen ganz hervorragende Erfahrungen gemacht“, sagt Christine Gronemeyer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg (WLO).

An der B 213 wird derzeit ein interkommunales Gewerbegebiet erschlossen, das von den Gemeinden Dötlingen und Prinzhöfte sowie der Stadt Wildeshausen finanziert wird. Es gibt einige Bewerber, die Kommunen teilen sich später die Steuereinnahmen.

Gronemeyer weist darauf hin, dass die alten Förderprogramme auslaufen, aber bereits neue Förderprogramme in Zielgebieten der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Vorbereitung sind. Noch seien die Förderkritierien nicht fixiert, so die WLO-Geschäftsführerin. Das sei bis Sommer zu erwarten. Aber es sei wahrscheinlich, dass besonders innovative und nachhaltige Entwicklungen in den Genuss von Geldzuwendungen kommen können. In der Vergangenheit habe es Zuschüsse bis zu 80 Prozent über die N-Bank gegeben.

Bislang keine Förderung für Industriegebiet möglich

Auch die Stadt Wildeshausen hatte derartige Förderungen im Blick, als vor einigen Jahren die Flächennutzungsplanänderung in Angriff genommen wurde. Allerdings gelang es nicht, die Fristen einzuhalten, weshalb Politik und Stadtverwaltung froh waren, als sich zunächst mit dem Investor Harro Taube und später die Nanz-Gruppe anboten, die die Erschließungskosten übernehmen wollten.

„Wir sind gerne bereit, die Kommunen und Unternehmen in diesen Fragen zu beraten“, kündigt Gronemeyer an. Viele Unternehmen seien sehr daran interessiert, nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen zu finden.

Die WLO hatte bereits im Sommer im Rahmen einer Präsentation im Stadtentwicklungsausschuss von Wildeshausen dargelegt, dass es kein ausreichendes Angebot an Gewerbe- und Industrieflächen in Wildeshausen im Eigentum der Stadt gibt. Zwar gebe es eine Entlastung durch das interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg, doch das Areal sei strategisch so ausgerichtet, dass es nicht alle Bedarfe decken könne. Es wurde damals betont, dass die Fläche Wildeshausen-West eine sehr gute Lage und Größe hat. Sie sei variabel verwendbar und könne den Gewerbeflächenbedarf Wildeshausens rechnerisch absichern.  

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