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Köche übernehmen das Kommando: Neue Pächter in der „Gildestube“ in Wildeshausen

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Von: Ove Bornholt

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Das Team bleibt: Mathias Jaeger (Vierter von links) und Faizy Shafiullah (Fünfter von links) sind die neuen Pächter in der „Gildestube“.
Das Team bleibt: Mathias Jaeger (Vierter von links) und Faizy Shafiullah (Fünfter von links) sind die neuen Pächter in der „Gildestube“. © bor

Die Köche Mathias Jaeger und Faizy Shafiullah sind die neuen Pächter der „Gildestube“ in Wildeshausen. Das Konzept führen sie fort, ändern aber auch einiges.

Wildeshausen – Die „Gildestube“ in Wildeshausen hat neue Pächter. Die beiden Köche Mathias Jaeger (34) und Faizy Shafiullah (23) übernehmen den Betrieb des Lokals ab dem 1. Mai. Das teilten sie am Donnerstagnachmittag in einem Pressegespräch mit Jürgen Luthardt mit. Seiner Familie gehört die Immobilie und bisher war er Geschäftsführer der Betreiber-GmbH.

Er ziehe sich aus familiären Gründen zurück, sagte er. Und weil sich mit Jaeger und Shafiullah jetzt eine gute Gelegenheit ergeben habe, die „Gildestube“ weiterzuführen. „Ich freue mich, Pächter aus dem eigenen Betrieb gefunden zu haben. Man weiß, wie man tickt“, lobte der erfahrene Geschäftsmann.

Der Name bleibt, auch wenn es neue Pächter gibt.
Der Name bleibt, auch wenn es neue Pächter gibt. © bor

Das Personal – zehn Festangestellte und rund 50 Teilzeitkräfte beziehungsweise Aushilfen – wird komplett übernommen, allerdings suchen die neuen Pächter noch Verstärkung für den Service. Ebenfalls weiter mit dabei bleibt das „Gesicht der Gildestube“, Holger Munke. Der Gastronom ist seit 2016, also seit Gründung des Betriebs, dabei. Genausolange ist auch Shafiullah in dem Lokal beschäftigt. Der Wildeshauser stammt gebürtig aus Afghanistan und absolvierte eine Ausbildung zum Koch in der „Gildestube“. Danach arbeitete er drei Jahre in dem Betrieb.

Konstanz: Gastronom Holger Munke bleibt

Sein Geschäftspartner Jaeger kocht seit drei Jahren mit Shafiullah. Die beiden merkten in der Küche, dass sie gut harmonieren. „Er kocht nur etwas schärfer als ich“, sagte Jaeger mit einem Grinsen.

Er sei schon seit zehn Jahren Küchenchef, erst in dem Lokal „Holla, die Waldfee“ in Vechta, dann hier in Wildeshausen, sagte der 34-Jährige. Ebenfalls sammelte er Erfahrung als stellvertretender Betriebsleiter. Er habe immer schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen. „Das Geschäft läuft, die Zahlen stimmen“, hofft er auf eine erfolgreiche Zukunft in der „Gildestube“.

Stammtische und Kohlfahrten sollen sich weiter heimisch fühlen

Die beiden wollen das Konzept der Gaststätte fortführen, aber schon die eine oder andere Sache verändern. Die Speisekarte soll zum Beispiel hochwertiger werden, mit mehr Steaks. Geplant sind außerdem besondere Motto-Wochen mit Streetfood oder Burgern. Künftig ist sonntags nicht mehr geschlossen. Es bleibt aber beim Ruhetag am Montag und den täglichen Öffnungszeiten ab 17 Uhr.

Stammtische und Kohlfahrten sollen sich weiterhin heimisch in der „Gildestube“ fühlen. „Wir sehen hier sehr viel Potenzial“, sagte Jaeger. Durch die Erfahrung und die Ansichten aus dem Betrieb sei klar, „was besser gemacht werden könnte“. Dort will das Duo ansetzen. Was auf jeden Fall auf dem Plan steht, ist das Gildefest, das erste für Jaeger. „Ich bin schon ganz gespannt“, sagte er.

Künftig steht der 34-Jährige am Tresen, kümmert sich hauptsächlich um den Service und das Management des Betriebs. Die Hauptaufgabe von Shafiullah wird die Küche sein, aber Jaeger hilft aus, wenn Not am Mann sein sollte.

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