Bei der Jungtierschau des Highland Cattle Zuchtverbands Niedersachsen zählen Klasse und Ausstrahlung

Imposante Hörner, sanftmütige Art

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„Bean Ruadh“ hatte die Hörner vorn: neben ihr Besitzer Karl-Heinrich Winter (r.) und Günter Brand (NHC). 

Kleinenkneten – „Chateau of Greenfield“ und „Bean Ruadh vom Burghof“ siegen vor „Dalmore vom Sunderberg“ und „Priscilla vom Hohneroog“ – was sich ein wenig exotisch liest, sind nicht die Ergebnisse eines Rugby-Turniers oder einer Darts-Meisterschaft. Es handelt sich um die Namen der Gesamt- und Reservesieger bei den Bullen und Färsen der Jungtierschau des Highland Castle Zuchtverbands Niedersachsen (NHC) am Sonnabend.

Der Geschäftsführer des Verbands, Günter Brand aus Rinteln, erklärt die Wertung: „Zunächst wird in männliche und weibliche Tiere unterschieden. Dann werden sie altersgemäß in Klassen eingeteilt. Die Klassenbesten kommen in die Endausscheidung.“

Sechs Färsen kommen mit ihren Rindern in das Gatter und drehen gemächlich ihre Runden. Die Tiere mit ihrem langen Fell und imposanten Hörnern wirken duldsam bis sanftmütig. Wertungsrichter Torsten Kirstein von Masterrind aus Verden mustert die Tiere genau. Dann werden die Rinder mit ihren Besitzern in einer Reihe aufgestellt, und der Richter sortiert, korrigiert und erklärt seine Auswahl. „Wenn sie in den Ring kommt, strahlt sie. Das macht den kleinen Unterschied zwischen der Wertung 1 A und 1 B aus. Die Zuchtqualität ist so hoch, da entscheiden Kleinigkeiten.“

Das bestätigt Günter Brand, der die Hochlandrinderzucht seit 1984 als Hobby betreibt. Für den kaufmännischen Angestellten ist es Leidenschaft. 2002 verkaufte er seine Rinder, doch er hielt es nicht lange ohne sie aus. „Ich wurde regelrecht krank,“ erzählt Brand. „Für die meisten Züchter ist es ein Hobby oder Nebenerwerb.“ Nur wenige betreiben die Zucht als Lebensunterhalt wie Familie Joachimmeyer, auf deren Hof in Kleinenkneten die Veranstaltung bereits zum zweiten Mal stattfand. Anja Joachimmeyer hat dort einen Hofladen, in dem freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr Spezialitäten wie Steaks, Rouladen, Mett und Würste angeboten werden.

Insgesamt waren 70 Tiere von 26 Beschickern zur Schau gemeldet worden, teilweise mit Anreise aus Sachsen-Anhalt oder Nordrhein-Westfalen. Am Ende hatten der Bulle von Gerold Lintelmann aus Delmenhorst und die Färse von Karl-Heinrich Winter aus Bad Berleburg die Hörner vorn.

Sieger im Jungzüchterwettbewerb wurde Fynn Borstelmann aus Bruchhausen-Vilsen. Den Züchterpreis gewann Manfred Heinz aus Scholen.  

hri

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