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Impfpflicht-Gegner mobilisieren erneut

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Von: Dierk Rohdenburg

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Die Impfpflicht-Gegner machen mobil: Sie wollen am Montag erneut demonstrieren.
Die Impfpflicht-Gegner machen mobil: Sie wollen am Montag erneut demonstrieren. © dpa

Wildeshausen – In Wildeshausen ist für Montag, 21. März, ab 18.30 Uhr erneut ein Spaziergang für eine freie Impfentscheidung geplant.

Die Teilnehmer treffen sich vor der VR-Bank. Die Veranstaltung ist angemeldet und diesmal ist eine Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz vorgesehen.

Andre Spalthoff, einer der Organisatoren, spricht vom „ersten Montag nach dem vermeintlichen Freedom Day“. „Unsere europäischen Nachbarn beenden ihren jeweiligen Ausnahmezustand und blicken wieder mit Zuversicht in die Zukunft. Doch Niedersachsen ließ bereits verlautbaren, kein Ende der Maßnahmen umzusetzen“, erklärt er. Stattdessen werde es mindestens bis zum 2. April „Übergangsregelungen“ und „Basisschutzmaßnahmen“ geben, um eine „Schutzlücke“ zu schließen.

„Dadurch entstehen im Grunde genommen weitere absurde Praxisbeispiele in gewohnt euphemistischer Sprache“, so Spalthoff. „Discobesucher müssen beim Tanzen eine Maske tragen, dürfen diese aber im Sitzen abnehmen. Während die Beschränkungen für Fußballstadien aufgehoben werden sollen, müssen Kinder ab drei Jahren weiterhin Tests über sich ergehen lassen.“

„250.000 Euro für Tests an den Wildeshauser Grundschulen“

Der Wildeshauser behauptet, dass Niedersachsen im vergangenen Jahr mit 300 Millionen Euro allein für die einzelnen Tests etwa 350 Euro pro Schüler ausgeben hat. „Das bedeutete allein für die Wildeshauser Grundschulen 250 000 Euro“, so Spalthoff.

Während bei Veranstaltungen unter freiem Himmel Abstandsgebot und Maskenpflicht entfallen sollen, fragen sich die Organisatoren laut eigenen Angaben mit Spannung, ob sich dies nun auch im Versammlungsrecht wiederfinden wird und am Montag die Teilnehmer auf ihre Maske verzichten dürfen. Zu der anschließenden Kundgebung auf dem Marktplatz wird unter anderem eine Initiatorin der Harpstedter Selbsthilfegruppe sprechen, die über ihre persönlichen Erfahrungen als angeblich Impfgeschädigte mit Ärzten, Behörden und der Gesellschaft berichtet. Der Aufruf zur Demo stamme weder von einer Partei, noch einem Verein und auch von keinem ideologisch-motivierten Bündnis, sondern von Bürgern, deren innerer Impuls völlig unpolitischer Natur sei, so Spalthoff: „Sie alle teilen Sorgen und Ängste, die aufgrund der vielfältigen Einschränkungen aufgrund der Coronamaßnahmen im Alltag zu bewältigen sind. Die Versammlung ist damit überparteilich und jeder ist willkommen.“

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