Täglich gibt es in Wildeshausen wenige Dosen

„Impfdosis-Retter“ müssen fix sein

Lange Warteliste: 11 000 Bürger wollen sich im Impfzentrum Wildhausen immunisieren lassen.
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Lange Warteliste: 11 000 Bürger wollen sich im Impfzentrum Wildhausen immunisieren lassen.

Wildeshausen – 11 000 Bürger stehen aktuell auf der Warteliste für das Impfzentrum des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen. Sie können sich Hoffnungen machen, dass sie – zumindest, wenn sie sich bereits in der abgeschlossenen Priorisierungsphase als Berechtigte angemeldet haben – schon bald eine Nachricht erhalten, dass die Erstimpfung demnächst bevorsteht.

Ralph Meyer, Leiter des Impfzentrums, berichtete am Donnerstag, man habe jetzt gerade 2 000 Termine ins System eingestellt und sei zuversichtlich, dass weitere Stoffe für Erstimpfungen in Wildeshausen ankommen. Die Lage für den Juli kann Meyer noch nicht einschätzen. Derzeit wisse er erst, wie viele Dosen er bis zum 27. Juni verimpfen kann.

Unterdessen rätseln einige Bürger, die sich bei der App „nowee“ im Rahmen der „impfee“-Kampagne Restdosen sichern wollten, ob ihre App eigentlich funktioniert, weil sie zwar eine Nachricht vom Impfzentrum bekommen, dass übrig gebliebene Impfdosen zur Verfügung stehen, sie sich dann aber nicht anmelden können.

Wie berichtet, führt „impfee“ Angebot und Nachfrage zusammen. Registrierte Nutzer, die sich zuerst melden, können freie Impftermine übernehmen. Wer über die App einen Termin bestätigt bekommt, verpflichtet sich, das ausgewählte Impfzentrum innerhalb von 60 Minuten aufzusuchen. Dort erfolgt die Erstimpfung, und der Impfling erhält den Termin für die Folgeimpfung.

„Wir haben allerdings mittlerweile über 3 000 Nutzer“, so Meyer. Da täglich gegen Ende des Impfzeitraums weniger als zehn Dosen übrig seien, würden die Termine in der Regel in wenigen Sekunden vergeben. Die Impflinge seien dann zumeist innerhalb von einer Viertelstunde vor Ort, obwohl sie bis zu 45 Minuten Zeit hätten.

Wer zu spät drückt, geht leer aus

Wer also zu spät sieht, dass er eine Impfeinladung per App hat oder zu langsam reagiert, kann sich nicht mehr per Knopfdruck melden und erhält somit auch nicht den erforderlichen Code, der zur Impfung berechtigt. Derzeit werden übrigens nur die Stoffe von Biontech und Moderna verimpft.

„Für uns ist das Verfahren eine große Entlastung“, teilt Meyer mit. Man habe im Impfzentrum nicht mehr so viele potenzielle Impflinge aus Risikogruppen oder registrierten Verbänden auf der Backup-Liste. Von daher könne man nun ohne langes Herumtelefonieren potenzielle Interessenten benachrichtigen und lasse damit den Stoff nicht verfallen.

Wie berichtet, ist in Wildeshausen das erste Projekt dieser Art in Niedersachsen angelaufen. Mit der „impfee“-Kampagne“ wollen die App-Entwickler sowie die Leitung des Impfzentrums aber nicht die vom Bund festgelegte Impfreihenfolge unterlaufen. Entwickler Urs Bischof: „Es darf keine einzige Impfdosis ungenutzt bleiben. Unser gemeinsames Ziel ist die Rettung von Impfdosen.“

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