Corona-Vorsorge: Landkreis Oldenburg spricht Berufsgruppen an

Impfangebot für Ärzte und Pädagogen

Ärztin oder Krankenschwester mit chirurgischen Handschuhen hält Impfstoffampulle und medizinische Spritze.
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Impfung von Polizeibeamten: Auch dieser Berufsgruppe möchte der Landkreis Oldenburg nun schnell ein Angebot unterbreiten.

Landkreis – Der Landkreis Oldenburg spricht jetzt Berufsgruppen, Organisationen und Einrichtungen direkt an, um in der Folge schnell Impfangebote unterbreiten zu können. Hintergrund dieser Aktion von Kreisverwaltung und Impfzentrum sind die seit Mittwoch geänderte bundesweit gültige Coronavirus-Impfverordnung sowie ein Erlass des niedersächsischen Sozialministeriums.

„Die Impfverordnung wurde kurzfristig der Situation angepasst. Demnach soll Personal von Grund- und Förderschulen sowie das Personal von Kindertagesstätten in die Prioritätsgruppe II (Schutzimpfungen mit hoher Priorität) eingefügt werden“, so Kreispressesprecher Oliver Galeotti. Praktisch heiße das, dass diesem Personenkreis früher als zunächst angedacht ein Impfangebot gemacht werden soll.

Niedergelassene Ärzte haben Priorität

In dem Erlass des Landes ist – mit dem Ziel, weiterhin schnellstmöglich alle Impfberechtigten mit den jeweiligen Impfstoffen zu impfen – geregelt, dass vorrangig zunächst die Einrichtungen der Eingliederungshilfe (einschließlich der Werkstätten) sowie die niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte, die Beschäftigten der Krankenhäuser und – im Fall eines erhöhten tätigkeitsbezogenen Infektionsrisikos auch die Polizei und Ordnungskräfte – angesprochen werden sollen.

Im Einzelnen handelt es sich insbesondere um Personen, die in teilstationären oder stationären Einrichtungen oder ambulanten Diensten regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, einschließlich der Beschäftigten mit Behinderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Personen mit Trisomie 21.

Des Weiteren sollen Beschäftigte in Krankenhäusern, Praxen und Medizinischen Versorgungszentren, Pfleger, Heilmittelerbringer, Hebammen, Mitarbeitende der Einsatzdienste von Hausnotrufanbietern, Personal in Abstrichzentren sowie Personal in der stationären Suchtbehandlung sowie -rehabilitation geimpft werden können. Dazu gehören auch Auszubildende und Studierende sowie Leiharbeitende und Honorarkräfte mit unmittelbarem Patientenkontakt.

Polizei und Ordnungskräfte eingeschlossen

Die Aufzählung schließt auch Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland ein hohes Infektionsrisiko haben, ein. Je nach Möglichkeit wird die Kreisverwaltung mit dem Impfzentrum diese Adressaten ansprechen beziehungsweise anschreiben.

In der Änderung der Bundesverordnung ist Schulpersonal der Sekundarstufen I und II bisher nicht berücksichtigt. Die Kreisverwaltung und die für das Impfzentrum im Landkreis Oldenburg verantwortlich Handelnden möchten aber keine Zeit bei der Planung und Organisation verlieren und haben darum alle Schulen, Kindertagesstätten und Kindertagespflegen im Landkreis Oldenburg angeschrieben, um entsprechende Impfangebote zu unterbreiten.

„Ich halte es für falsch, die Sekundarstufen in der Änderung nicht zu berücksichtigen. Wir möchten vorbereitet sein. Darum wählen wir prophylaktisch diesen Weg. Somit haben wir einen Überblick über die Anzahl von Impfwilligen und können sofort agieren, sollte das Schulpersonal der Sekundarstufen I und II kurzfristig doch noch in die hohe Priorität eingruppiert werden“, sagt Landrat Carsten Harings.

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