55 Teilnehmer beim Pétanque-Turnier im Krandel

Immer ran ans „Schweinchen“

Volker Emde prüft den Abstand der Kugeln zum „Schweinchen“. Gemeinsam mit Monika Koch bildete er ein Team. - Foto: bor

Wildeshausen - Monika Koch wischt mit ihrem Tuch noch einmal über die Boule-Kugel, kein Dreck soll den Wurf und das anschließende Rollen stören, dann hebt sie ihren Arm und wirft das 680 Gramm schwere Stück Metall zum „Schweinchen“.

Das ist ein kleiner, farbiger Ball, in dessen Nähe die 55 Teilnehmer des Pétanque-Turniers am Sonntag versuchten, möglichst viele ihrer Würfe zu platzieren. Pétanque ist eine Unterart von Boule. Die Wurfentfernung beträgt sechs bis zehn Meter und wird, wie könnte es anders sein, ausgeworfen.

Koch, die aus Bremen kommt, schmeißt nach ein paar misslungenen hohen Würfen flach und hofft, dass ihr Wurfgeschoss an die richtige Stelle kullert. Und sie hat Erfolg. Gleich neben dem „Schweinchen“, manche Spieler sagen auch „Sau“ zu dem Ball, kommt ihre Kugel zum Liegen.

Nun ist das Gegner-Team dran – in der Regel spielen zwei Duos gegeneinander. Der „Werfer“ ist an der Reihe. Die Paare teilen sich in „Leger“ wie Koch und „Werfer“ wie ihren Mitspieler Uwe Emde aus Varel (Landkreis Friesland) auf. Doch es gelingt dem Gegner nicht, die Kugel von Koch wegzustoßen.

Dafür darf Emde ran – jeder Spieler hat drei Würfe –, und in hohem Bogen landet seine mit 750 Gramm etwas schwerere Kugel genau auf einer des gegnerischen Teams. Ganze drei Punkte holen Koch und Emde aus diesem Durchgang, das heißt alle drei Kugeln waren dichter am „Schweinchen“ als die des Gegnerteams.

Bei diesem herrscht Unzufriedenheit. Ein paar Kraftworte fallen. Viele Spieler sind sehr ehrgeizig, das Maßband ist in der Tasche, falls es mal Unstimmigkeiten wegen der Entfernung zum „Schweinchen“ gibt. Zwar kommt es auch auf Teamwork an, aber beim Werfen ist jeder alleine. Das erhöht den Druck und auch die Enttäuschung. Da die Duos zudem ausgelost werden, müssen sich die Spieler immer wieder auf neue Partner einstellen. - bor

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