Andreas Ohmstede schützt Insekten

Naturschutzstiftung vergibt Umweltschutzpreis

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Landrat Carsten Harings (links) zeichnete Andreas Ohmstede sowie andere engagierte Umwelt- und Naturschützer im Kreishaus in Wildeshausen aus.

Wildeshausen - Die Nützlichkeit von Ameisen ist unbestritten, trotzdem sind die wenigsten Leute begeistert, wenn die sechsbeinigen Tierchen einen Weg ins Haus gefunden haben und zu Hunderten oder Tausenden umherkrabbeln.

Wer von einer solchen Plage betroffen ist, kann zum Telefon greifen und den Ameisenschutzbeauftragten des Landkreises Oldenburg, Andreas Ohmstede, anrufen. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der 48-jährige Hatterwüstinger am Mittwoch im Kreishaus in Wildeshausen mit dem Umweltschutzpreis der Naturschutzstiftung geehrt.

„Ich habe gerade mit einem Nachbarn gesprochen, der Ameisen mit Essig bekämpfen wollte“, schildert Ohmstede einen Fall. Er habe den Mann auf Rohasche und Paraffin hingewiesen. „Das hält Ameisen ab. Wenn sie schon im Haus sind, helfen ätherische Öle. So braucht man kein Gift“, meint der Fachmann, der sich seit Jahrzehnten mit Ameisen beschäftigt. Diese seien gerade in Zeiten des Insektensterbens wichtig. „Rund 300 Tiere sind Untermieter in einem Ameisenbau.“

Ohmstede weiß natürlich, dass nicht jeder Hausbesitzer auf Gift verzichten mag, auch, wenn zum Beispiel die hügelbauenden Waldameisen geschützt sind. „Es schmerzt, dass vieles im Dunkeln passiert“, sagt der gelernte Industriemechaniker. Deswegen setzt er umso mehr auf Aufklärung. Er ist unter der Telefonnummer 04481/936606 erreichbar.

Der Umweltschutzpreis ging ebenfalls an die Behinderteneinrichtung Albertushof in Groß Ippener, wo die Streuobstwiese vergrößert sowie 20 Nistkästen und vier Insektenhotels aufgebaut wurden. Auch die Jugendgruppe Hude-Bookholzberg des Technischen Hilfswerks und die 9c der Huder Peter-Ustinov-Schule erhielten den Preis für ihr Engagement im Naturschutz. Als Privatpersonen dürfen sich Manfred Schönfelder, Robert Kuhlmann, Detlef Menkens, Henning Rowold, Eckard und Jendrik Wendt sowie Heinrich und Christian Runge mit der Auszeichnung schmücken. Die Großenkneter halfen beim Bau eines Storchennests mit. Ebenfalls geehrt wurde Helmut Schnieders, der seinen Garten bei Halenhorst für bedrohte Insekten und Vogelarten hergerichtet hat. 

bor

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