Sechster Wildeshauser Spendenlauf / Mehr als 400 Kinder drehen ihre Runden

„Ihr könnt zeigen, wie Integration gelingen kann“

Für ein vernünftiges Warm-Up stand für die 400 Schüler „Zumba“ mit Janin Decker vom Wildeshauser Tanz-Zentrum auf dem Programm. - Fotos: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. „Kennt ihr denn alle Zumba?“, fragt Janin Decker vom Wildeshauser Tanz-Zentrum (WiTZ) im Krandel-Stadion in der Kreisstadt in die Runde. „Jaaa!“, brüllen ihr mehr als 400 Kinder entgegen. „Na, dann mal los.“ Und schon beginnt das Warm-Up für den sechsten Wildeshauser Spendenlauf, der unter dem Motto „Schüler für Schüler – laufen ohne Grenzen“ steht und in diesem Jahr das Thema „Integration“ in den Mittelpunkt rückt.

„Ich freue mich, dass sich wieder so viele Schüler unserer Schulen bereiterklärt haben, am Lauf teilzunehmen, um damit sozusagen Geld für besondere Schulprojekte zu verdienen“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann während der Eröffnungsrede. „Schüler für Schüler – laufen ohne Grenzen“ klinge sehr gut: „Ihr könnt damit den Erwachsenen zugleich zeigen, wie Integration gelingen kann. Die Projekte, die ihr mit dem erlaufenen Geld umsetzen wollt, sollen ja schließlich einer besseren Integration der Wildeshauser Neubürger und dem besseren gegenseitigen Verständnis dienen.“

Unsere Gesellschaft werde sich verändern und brauche auch Zuwanderung. „Deshalb ist es so wichtig, Kinder und auch ihre Eltern in die Gemeinschaft aufzunehmen und zu integrieren. Mit dem Anderssein hätten Erwachsene häufig Probleme: „Ich glaube, dass das bei Kindern ganz anders aussieht. Ihr seid viel offener und noch nicht so festgelegt in euren Meinungen.“

Dann geht es los, die ersten Gruppen machen sich von vier Startpunkten aus auf den Weg, um Runde um Runde zu absolvieren. Immerhin hatte sich jeder Schüler im Vorfeld Sponsoren gesucht, die pro Runde einen bestimmten Betrag stiften. Da wurden nicht nur die Eltern, sondern auch Oma und Opa, Tante und Onkel sowie Nachbarn und Firmen angesprochen. „Mein Opa will mir fünf Euro für eine Runde geben“, meinte ein Mädchen. „Ich hoffe, dass ich in der Zeit möglichst viele Runden schaffe.“ Zwei Jungs hingegen erzählen, dass sie den Festbetrag von 30 Euro bekommen hätten.

Wer fertig ist oder noch warten muss, kann sich an Spielstationen vergnügen. Unter anderem gibt es einige Boden-Turngeräte, die Ute Dietz vom VfL Wittekind aufgebaut hat. An diesen ist in erster Linie etwas Geschicklichkeit gefragt. Die Jungs zieht es immer wieder zum „Tor“. Hier können sie mit einem Ball schießen, um die Schussgeschwindigkeit messen zu lassen.

Reaktion, Antritt und Wendigkeit sind im Parcours „Speed4“ gefragt. Mit Lichtschranken wird an den verschiedenen Punkten exakt gemessen. Schon der Start erfordert volle Konzentration, denn erst mittels einer Ampel wird angezeigt, ob der linke oder rechte Weg genommen werden muss. Dabei zeigt die erste Lichtschranke exakt die Reaktionszeit an. Zweiter Punkt ist der Antritt. Gemessen wird, wie schnell der Läufer in dem kurzen Parcours auf Tempo gekommen ist. Hinzu kommen Wendigkeit und die Dauer des Slaloms.

Für Stärkung sorgen einmal mehr die Frauen der VfL-Mittwochs-Turngruppe, die jede Menge Obst und Gemüse zubereitet haben. „Wir haben die Waren vom E-Center und von Famila bekommen. Sehr stark hat sich Oliver Einemann von Edeka gemacht, der auch noch für sehr viele frische Erdbeeren gesorgt hat“, so Ute Dietz.

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