Idee von Himmelsthür-Bewohner umgesetzt

Bürgerbus: Fahrpläne in leichter Sprache

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Nicola Niemüller (Sekretariat Haustechnik der Diakonie), Eray Sahin und Ute Schünemann (v.l.) mit einem neuen Fahrplan des Wildeshauser Bürgerbusses.

Wildeshausen - Wer kennt das nicht: viele kleingedruckte Zahlen und Informationen an der Bushaltestelle, und der Bus könnte jeden Moment kommen. Dieses Problem soll es in Wildeshausen nicht mehr geben. Der Bürgerbus benutzt nun als erstes Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs der Region Fahrpläne in leichter Sprache. Das heißt, die Pläne sind vom Informationsgehalt deutlich abgespeckt. Es gibt Fotos der Haltestellen und große Uhr-Symbole für Abfahrt und Ankunft. Jeder Plan führt nur drei Zielorte auf.

Die Fahrpläne wurden im „Büro für Leichte Sprache“ der Diakonie Himmelsthür Hildesheim erstellt. Menschen mit Beeinträchtigung oder Kunden, die in der deutschen Sprache nicht sicher sind, sollen sich dadurch leichter orientieren können. Die Pläne in leuchtend gelben Kästen wurden am Dienstag von den Haustechnikern der Diakonie an insgesamt elf Stationen in beiden Richtungen aufgehängt.

„Wir begrüßen diese Pläne. Bestimmte Routen werden häufiger von den Kunden der Diakonie Himmels-thür und der Tafel genutzt“, weiß Renate Hocke, Vorsitzende des Bürgerbusses, dessen Fahrer ehrenamtlich im Einsatz sind.

„Für uns ist das ein interessantes Thema, ein Novum“, sagt Stefan Bendrien vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) aus dem Bereich Planung und Qualität. Im VBN-Gebiet habe man mit Fahrplänen in leichter Sprache bisher noch keine praktische Erfahrung. „Deshalb sind wir gespannt, wie diese Zusatzinformationen bei den Nutzern ankommen.“

Dies wird die Diakonie zu gegebener Zeit auswerten. Der Anstoß zu den Fahrplänen in leichter Sprache kam von einem Bewohner, der regelmäßig den öffentlichen Nahverkehr nutzt. „Wir freuen uns über die Hinweise von Eray Sahin. Wir kommen damit der Inklusion einen Schritt näher, weil den Menschen die Orientierung erleichtert wird“, sagt die stellvertretende Regionalgeschäftsführerin der Diakonie Himmelsthür, Ute Schünemann. Sämtliche Kosten für die Erstellung und Anbringung der Fahrpläne sowie für die gelben Rahmen trägt die Diakonie.

Der Bürgerbus verfügt über einen barrierefreien Niederflurbus mit acht Sitzplätzen sowie Raum für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen.

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