Elena Lietzmann: Rektorin an der St.-Peter-Schule

„Ich freue mich, hier zu arbeiten“

Ist seit einem Jahr Rektorin der St.-Peter-Schule: Elena Lietzmann.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Seit Freitag ist Elena Lietzmann ein Jahr Rektorin an der St.-Peter-Schule in Wildeshausen. Im Interview berichtet die 46-Jährige, wie sie sich eingelebt hat, worauf sie sich in diesem Jahr freut und was sie vom Schultausch hält.

Frau Lietzmann, sicherlich hat Sie die Debatte um den Schultausch mit der Hunteschule beschäftigt. Wie sehen Sie das Thema?

Unsere Eltern und wir als Kollegium haben deutlich signalisiert, dass wir gegen den Tausch sind. Die Elternschaft hat ganz aktiv die Liegenschaft der St.-Peter-Schule verteidigt. Aber nun wurde mit einer knappen Mehrheit die Entscheidung getroffen. Wie weise die Entscheidung war, wird uns die Zukunft zeigen.

Gibt es schon Vorbereitungen für den Umzug?

Da dieser erst in zweieinhalb Jahren stattfinden soll, müssen wir zuerst mit der Stadtverwaltung über die Anpassungsmaßnahmen für die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes in der Liegenschaft Hunteschule diskutieren, und da hoffe ich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Gibt es Neuigkeiten, was die Stelle der Konrektorin angeht? Soweit ich weiß, ist sie noch immer kommissarisch mit Heike Stahl besetzt.

Ja, das stimmt. Sie ist bereit, sich für die Stelle zu bewerben. Die Position kann aber erst bei einer sicheren Prognose von mehr als 180 Schülern wieder ausgeschrieben werden. Wir hoffen auf eine positive Entwicklung.

Was ist denn in Ihrem ersten Jahr gut gelaufen und wo gilt es, sich zu verbessern?

Zuerst möchte ich mich für das herzliche Willkommen in Wildeshausen bedanken. Vor allem die Stadtverwaltung, der Schulverbund Huntetal, die Kirchenangestellten, Mitwirkende der kommunalen Politik, aber besonders auch die Eltern und die Schüler der St.-Peter-Schule haben mich gut empfangen. In den ersten Monaten besuchte ich fast alle Kindergärten, Schulen, Musikschulen und weitere Kooperationspartner unserer Einrichtung. Ich lernte in diesem Jahr sehr viele interessante Menschen kennen, große und kleine. Solche Begegnungen sind für mich immer bereichernd und wegweisend.

Was haben Sie denn gelernt?

Nachdem ich jetzt etwas Zeit hatte, die bisherigen Strukturen kennenzulernen und mich in der neuen Position einzuleben, stelle ich fest, dass es für mich und mein Arbeitsumfeld wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben und sich neuen Herausforderungen zu stellen. So möchte ich weiterhin alle Angebote nutzen, die mir zur Verfügung stehen, um ständig an meinen Fähigkeiten und Kompetenzen zu arbeiten und mir neues Wissen anzueignen.

Haben Sie sich gut in Wildeshausen eingelebt. Sie waren ja zuletzt an der Kirchschule in Papenburg.

Je mehr ich die Stadt kennenlerne, desto mehr freue ich mich, hier arbeiten zu dürfen. Wildeshausen hat durch die Industrie und viele Freizeiteinrichtungen eine gesunde Infrastruktur, die auch ich gerne nach Feierabend nutze. Der historische Kern mit seiner architektonischen Schönheit gefällt mir besonders gut. Die Stadt bietet ein breites Spektrum von Sozialeinrichtungen für Jung und Alt. Ich war positiv überrascht über die unterschiedlichen und vielfältigen pädagogischen Konzepte, die man vom Kindergarten bis zur Schule finden kann. Das finde ich bezeichnend.

Was waren für Sie die Höhepunkte in Ihrem ersten Jahr als Rektorin der St.-Peter-Schule?

Ein ganz besonderes Highlight war die Projektwoche im Frühjahr. Wir haben mit den Schülern eine Zeitreise durch die Geschichte der St.-Peter-Schule gemacht, von der Entstehung bis heute. Viele Eltern, Großeltern, alteingesessene Wildeshauser sowie ehemalige Schüler und Lehrer haben uns durch Fotos, Geschichten, Zeugnisse und alte Tagebücher einen Blick in die Geschichte ermöglicht. Sehr viele Helfer haben uns unterstützt, und es war toll, zu erleben, wie sehr die St.-Peter-Schule zur Stadtkultur gehört und damit viele Menschen in Wildeshausen verbindet.

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie auf die kommenden Monate blicken

Ich freue mich auf die Mitwirkung an einem Hochbegabtenkonzept im Schulverbund Huntetal und auf die für mich bevorstehenden Qualifizierungsmaßnahmen. Zudem freue ich mich auf viele tolle schulische Aktionen in den nächsten Monaten, die den Kindern sicherlich in Erinnerung bleiben werden, auf den sichtbaren Wissenszuwachs in den Augen von unseren Schülern, auf den einen oder anderen Ausflug mit Kollegen, aber vor allem freue ich mich auf die kleinen schönen Dinge im Schulalltag, wie zum Beispiel beim Unterrichten an unserer Schule aus dem Fenster in den schönen Innenhof schauen zu können und zusammen mit den Kindern den Frühling zu erleben.

Sie haben ja einen spannenden Lebenslauf. Von der Modedesignerin zur Krankenschwester, dann Lehrerin und nun Rektorin. Helfen Ihnen die Erfahrungen aus früheren Jobs?

Jede Erfahrung im Leben eines Menschen führt zur persönlichen Weiterentwicklung. Die Begegnungen und Ereignisse prägen uns, machen uns widerstandsfähiger und zielorientierter. Ich profitiere eindeutig von meinen früheren Tätigkeiten.

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