Musikvideo im Kino

Band Brainstorming veröffentlicht Wildeshausen-Hymne:„Ich brauch‘ kein Hamburg“

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Rainer Höfken und Michael A. Hugh (sitzend von links) sowie Theaterleiter Heinz Rigbers mit der neuen CD im LiLi-Servicekino. 

Wildeshausen - Die Wildeshauser Band Brainstorming hat ihrer Heimatstadt ein musikalisches Denkmal gesetzt. Die gut vier Minuten lange Hymne ist ab morgen im Handel erhältlich. Und wer einen Vorgeschmack möchte, kann sich einfach bequem in einen der Sessel im LiLi-Servicekino setzen, denn dort läuft noch den gesamten Juni über vor jedem Film das Musikvideo zu dem Song.

„Ich brauch‘ kein Hamburg, München oder Köln – was ist das gegen Wildeshauuusen?!“, singt Rainer Höfken, der drei Jahre an dem Lied gearbeitet hat. „Es ist nicht einfach, Wildeshausen in einen Song zu packen“, findet der 51-Jährige. „Da verfällst du ruckzuck in Kitsch.“ Genau das ist aber nicht passiert: Das Lied ist eine moderne Liebeserklärung an die älteste Stadt im Oldenburger Land.

Passend dazu hat der Ahlhorner Filmemacher Klaus Tschorr das Musikvideo gedreht. Zu sehen ist, wie Rainer Höfken mit dem Zug am Bahnhof ankommt, seine Bandkollegen Sven Wallies (Gitarre), Esther Gehrke (Gesang) und Markus Böhm (Bass) begrüßt und durch die Stadt wandert. „Die Aufnahme, als Rainer über eine Huntebrücke geht und singt, mussten wir öfter drehen. Da kamen immer wieder Leute vorbei“, erinnert sich Tschorr. Der 64-Jährige bezeichnet sich als Freund der Band. Er habe 60 bis 70 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt, um die Gruppe zu unterstützen.

Am Mittwoch schauten sich Höfken und Hugh den fertigen Film erstmals im Kino an. Ein Gänsehautmoment für Höfken, weil sein im Januar verstorbener Bruder Bernd noch auf einigen Aufnahmen am Schlagzeug zu sehen ist. Hugh, der seit 15 Jahren in Wildeshausen lebt und sonst für die Band Free Steps trommelt, sprang nach dem Todesfall ein, weil er einige Mitglieder von Brainstorming schon lange Zeit kennt und im gleichen Probenraum übt.

Wildeshausen-Lied war wichtiges Projekt

Ein Glücksfall für die Gruppe, die nach Bernd Höfkens Tod erst einmal gar nicht wusste, ob sie noch weiter Musik machen würde. Ein wichtiges Projekt war das Wildeshausen-Lied, das nun fertig ist. „Das war für uns ein Zwischenziel. Wir wollten etwas schaffen, das man auch in der Hand halten kann“, erklärt Rainer Höfken, warum es neben der Hymne nur noch den Song „Glück“ auf der jetzt veröffentlichten CD gibt.

Sowohl im Video zu sehen als auch im Song zu hören, ist der Spielmannszug Wildeshausen. Für eine kurze Episode, den Lockmarsch, versammelten sich die Mitglieder im Probenraum der Band und vertonten diesen Songabschnitt gemeinsam (wir berichteten).

Höfken und Hugh betonen, dass es sich nicht um ein Gilde-Lied oder ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Stück handelt. Sie würden sich wünschen, dass das Musikvideo zum Beispiel kommende Woche im Festzelt gezeigt wird. Den Veröffentlichungszeitpunkt kurz vor Pfingsten wählte die Band, weil die Heimatverbundenheit in der Gildefestwoche traditionell eine wichtige Rolle spielt.

CD-Verkauf und Video

Die CD kostet fünf Euro und ist ab morgen unter anderem in der Gilde-Buchhandlung, im LiLi-Servicekino und der Geschäftsstelle unserer Zeitung erhältlich. Das Musikvideo soll morgen auch auf dem Youtube-Kanal „Brainstorming1984“ hochgeladen werden.

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