Wachsender Förderbedarf

Hunteschule verliert nächstes Jahr kaum Schüler

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Die Abgänger der Hunteschule auf dem Schulhof.

Wildeshausen - Die Hunteschule, Förderschule Lernen, in Wildeshausen wird zwar ab dem kommenden Schuljahr keine neue fünfte Klasse mehr haben, weil der Förderschwerpunkt nach Weisung des Kultusministeriums jährlich immer weiter aufgelöst werden soll. Das heißt aber nicht, dass weniger Klassenräume benötigt werden.

Im Rahmen der Verabschiedung von 18 Schülern mit und ohne Abschluss am Freitag wurde bekannt, dass die Schule im kommenden Jahr zwei sechste Klassen haben wird und damit die Zahl der Schüler knapp unter 60 Mädchen und Jungen liegen dürfte.

Schulleiter Thomas Trüper rechnet damit, dass von den Haupt- und Oberschulen aus dem Landkreis einige Schüler mit Förderbedarf kommen werden. Da der Klassenteiler bei 16 Schülern liegt, ist in jedem Fall mit einer Teilung zu rechnen. Offenbar zeigt sich, dass viele Eltern zwar im vergangenen Jahr versucht haben, ihr Kind auf eine Regelschule zu schicken, nun aber feststellen müssen, dass sie dort doch nicht ihren Fähigkeiten entsprechend unterrichtet werden können. Für die kommenden Schülerjahrgänge, die keine Möglichkeit mehr haben, die Hunteschule auszuwählen, lässt das nach Einschätzung des Kollegiums der Förderschule nichts Gutes erahnen. Mittelfristig ist aber damit zu rechnen, dass am Standort der Hunteschule die Schülerzahlen sinken werden.

Der Landkreis Oldenburg erwägt jedoch, möglicherweise andere Förderschwerpunkte an der Stelle zu etablieren. Die Stadt Wildeshausen hat hingegen großes Interesse, das Schulgebäude wieder zu übernehmen, wie es vertraglich zugesichert ist. Damit ist aber noch nicht geklärt, ob sich der Standort als zweizügige Grundschule eignet. Sowohl der Landkreis als auch die Stadt wollen sich in den kommenden Monaten eingehend mit dieser Frage befassen. Unterdessen feierten die 18 Abgänger ihren letzten Schultag in der Aula zusammen mit den Mitschülern. Diese hatten Gedichte und Musikstücke vorbereitet. 

dr

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