Große Sorgen bei Eltern und Kindern

Hunteschüler protestieren mit Plakaten

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Eltern und Schüler protestieren gegen einen eventuellen Umzug der Förderschule Lernen.

Wildeshausen - Mit sehr gemischten Gefühlen feierten die rund 60 Mädchen und Jungen der Hunteschule in Wildeshausen am Donnerstag ihre Weihnachtsfeier. Vor dem Eingang hingen Transparente, die deutlich machten, dass die Schüler ihre Förderschule Lernen in der Kreisstadt nicht verlassen wollen.

Die Stimmung in der Elternschaft ist sehr durchwachsen und zunehmend besorgt, nachdem in den vergangenen Wochen aus den Reihen der Kreispolitik deutliche Signale gegeben wurden, dass der Landkreis wohl nur für die Letheschule (Wardenburg) und den Standort Habbrüger Weg (Ganderkesee) eine Laufzeit für den Förderbereich Lernen beantragen wird. Eine offizielle Entscheidung gibt es noch nicht und wird es nach Auskunft von Schulamtsleiter Maik Ehlers auch nicht vor dem 6. Februar geben – dem Termin des Schulausschusses.

Anke Repke-Wingenbach als Elternvertreterin an der Hunteschule hat jedoch die Befürchtung, dass die Weichen in der Politik schon weitgehend gestellt sind. „Wir hoffen aber immer noch, dass unsere Kinder hierbleiben dürfen“, sagt sie. Schulleiter Thomas Trüper wünscht sich auf jeden Fall Klarheit und Verlässlichkeit. „Wir haben immer wieder bestätigt bekommen, dass wir hier gut arbeiten. Wir wünschen uns Kontinuität für unsere Schüler“, betont er.

Auslaufmodell Förderschulen

Ehlers hat den Elternvertretern in einem Brief die Faktenlage erklärt. „Es besteht nun die Gewissheit, dass die Förderschulen von der Schullandkarte in Niedersachsen weichen werden, allerdings gegebenenfalls mit zeitlicher Verzögerung“, schreibt er. „Durch den Landkreis Oldenburg sind in den vergangenen Jahren teilweise erhebliche Investitionen in die Schulliegenschaften getätigt worden, insofern steht für uns eine nachhaltige, schulische Nutzung im Vordergrund.“

Mit Blick auf die sich daraus ergebenden Möglichkeiten seien die Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Standort unterschiedlich. Eine abschließende Aussage zur Zukunft der Hunteschule vermöge der Landkreis aktuell noch nicht abzugeben, da er sich derzeit mitten im Entscheidungsprozess befinde.

Ein Vergleich, den die Kreisverwaltung der Politik vorgelegt hat, stellt aber dar, dass die Rückübertragung der Hunteschule an die Stadt eine sehr wahrscheinliche Option ist, weil in Wildeshausen erheblicher Druck in Bezug auf die zur Verfügung stehenden Raumkapazitäten im Primarbereich besteht. 

Nachnutzung nicht in Sicht

Für den Standort Hunteschule sind zudem aktuell keine möglichen Nutzungen nach einem Auslaufen als Förderschule erkennbar. Zudem beherbergen die Letheschule sowie die Hunteschule ausschließlich den Schwerpunkt Lernen, für den Standort Letheschule gibt es aber keine alternativ-schulischen Nutzungsmöglichkeiten.

Den Schülern, Eltern und Lehrern bleibt nun nur noch das Abwarten. An der Schule werden die Transparente auch in Zukunft allen Vorbeifahrenden von den Sorgen zeugen.

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