„Hunte-Sommer“ auf der Burgwiese verspricht außergewöhnliche Begegnungen

Paradiesvögel erobern Idyll

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Bunt und schrill: Für den „Hunte-Sommer“ erarbeitete die inklusive Theatergruppe ein 20-minütiges Programm mit verschiedenen Einheiten, das am Sonnabend zweimal gespielt wird.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Wer findet nicht Gefallen daran, am Fluss entlang über die Burgwiese in Wildeshausen zu flanieren? Das Park-Idyll ist ein beliebter Treffpunkt und ein Ort der verschiedensten Möglichkeiten. Das will auch die inklusive Theaterprojekt-Gruppe der Diakonie Himmelsthür und des Oldenburger Blauschimmel-Ateliers während des „Hunte-Sommers“ am kommenden Wochenende zeigen.

Schrullige Angler, fleißige Gärtner, Wassergymnastiker und Diven auf Männersuche machen dann das

Parkareal unsicher und wollen den Besuchern beste Unterhaltung bieten.

Die Weichen für das Wochenende am Fluss sind gestellt, überall laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. So auch bei den Akteuren des zweistündigen Theaterspektakels – neben Wasserrallye, Lichterzauber, „weißem“ Picknick und verschiedenen Konzerten einer der Höhepunkte des „Hunte-Sommers“. Das Theaterspektakel verwandelt die Burgwiese am Sonnabend zwischen 17 und 19 Uhr in eine riesige Bühne. Die Zuschauer befinden sich dann in dem großen Park überall mittendrin im Geschehen und sollen beim Flanieren an allen Ecken zum Staunen und Lachen gebracht werden.

Acht Wildeshauser Gruppen und das Oldenburger Blauschimmel-Atelier sind an dem bunten Treiben auf der Theater-Spielwiese beteiligt: Neben der Diakonie Himmelsthür auch die BBS-Sozialassistenten, das Gymnasium Wildeshausen, die Hunteschule, der SC Wildeshausen, die Theatergruppe „Lampenfieber“, die evangelische Jugend sowie die Sambagruppe „Acompasso“. Mitreißende Samba-Rhythmen untermalen das Theatergeschehen – aber auch die außergewöhnlichen Klänge der Band „Blue Screen“ des Blauschimmel-Ateliers unter Leitung von Jochen Fried.

Der Musiker und Theatermacher coachte gemeinsam mit seiner Blauschimmel-Kollegin Ute Bommersheim, die gleichzeitig künstlerische Leiterin des gesamten Spektakels ist, die inklusive Gruppe in der Diakonie Himmelsthür. Während zwei Wochenend-Workshops erarbeiteten die 15 Laien-Schauspieler, die teilweise schon über Theater-Erfahrungen aus früheren Kooperationen von Himmelsthür und Blauschimmel-Atelier verfügten, ihr Programm. Nun haben sie die Generalprobe auf der Burgwiese am Freitag im Blick.

„Wir hatten nur eine Vorgabe – und das war das Oberthema Wasser“, erklärt Bommersheim. „Die Gruppe konnte also frei arbeiten und improvisieren. So hat sich aus den verschiedensten Ideen der Teilnehmer ein Programm entwickelt.“ Wichtig sei es gewesen, auf ein Straßentheater-taugliches Konzept zu achten – das heißt wenig Sprache, viel Aktion und absolute Hingucker-Kostüme und -Requisiten. „Die ganze Burgwiese ist unsere Bühne, wir inszenieren für ein Laufpublikum“, so Bommersheim. „Es wird also bunt und schrill“, verspricht sie.

„Paradiesvögel“ der besonderen Art erobern das Idyll. Zwei Angler mit Zwergenmützen gehen in der Badewanne auf „große Fahrt“. Bodyguard „Arnie“ bewacht seine Diven, die sich im Park räkeln und nur zu gern Kontakt mit dem Herrn aufnehmen möchten, der auf sein Blind Date wartet. Eine Gärtnerkolonne will das Paradies mit Blumenschmuck bereichern und stößt dabei auf so manches Hindernis. Abgerundet wird das Ganze von einer außergewöhnlichen Planschbecken-Wassergymnastik.

Die Teilnehmer hätten während der Workshops vor Ideen nur so gesprudelt, verrät Bommersheim. Neben Bewohnern der Diakonie fanden der 16-jährige Gymnasiast Felix Rother sowie Astrid Onnen und Angelika Rikhoff-Müller zu der Gruppe. Auch Anke Strömer, Mitarbeiterin der Diakonie und Mit-Organisatorin des „Hunte-Sommer“-Theaters, mischte sich unter die Schauspieler. „So feiern wir unser Sommerfest erstmals mitten in Wildeshausen statt in der Diakonie“, freute sie sich.

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