Befreiung nur noch für regionale Tierheime geplant

Hundesteuer wird neu geregelt

Für den querschnittsgelähmten Hund „Gruna“ gilt bei Vermittlung durch die Tierschutzgruppe Wildeshausen zunächst Steuerfreiheit.

Wildeshausen - Die Hundesteuersatzung der Stadt Wildeshausen mit der zweijährigen Steuerbefreiung für Hunde aus Tierheimen soll schon bald geändert werden. Die Befreiung gilt dann nur noch für Hunde, die aus einem Tierheim im Landkreis Oldenburg aufgenommen werden. So lautete die Empfehlung des Ausschusses für Finanzen, Controlling und Wirtschaft am Donnerstagabend.

Die aktuelle Satzung sieht vor, dass alle Hunde, die aus einem Tierheim aufgenommen werden, zwei Jahre steuerfrei gehalten werden dürfen, bevor der reguläre Steuersatz veranlagt wird.

In den vergangenen Jahren ist es nach Auskunft der Stadtverwaltung vermehrt zu Hundeanmeldungen und damit verbundenen Befreiungsanträgen für Hunde gekommen, die aus Tierheimen aus der gesamten Bundesrepublik oder dem Ausland kommen. Das würde aber dem eigentlichen Sinn und Zweck der Steuerbefreiung, der Schaffung einer Privilegierung von Tieren aus örtlichen Heimen und deren Entlastung, zuwiderlaufen.

Der Empfehlung, nur noch Tierheime aus dem Landkreis zu berücksichtigen, schlossen alle Ausschussmitglieder bis auf Manfred Rebensburg (Grüne) an. Er hielt es für entscheidend, dass die Menschen überhaupt Hunde aus dem Tierheim aufnehmen. Das sei es unerheblich, wo diese Tierheime ansässig sind, erklärte er.

Einstimmig waren dann alle Politiker der Meinung, dass die Stadt ab kommendem Jahr auf die Ausgabe von kostspieligen Hundemarken verzichten kann, da eine Identifizierung der Hunde anhand der Transpondernummer möglich ist. Die Kontrollen durch die Stadtverwaltung, ob Steuern gezahlt würden, so Kämmerer Thomas Eilers, würden stichprobenartig durchgeführt. Das sei aber derzeit auch nicht anders zu leisten. 

dr

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