Trainer wollen wieder Unterricht geben dürfen

Hundeschulen protestieren vor dem Kreishaus

Demonstration vor dem Kreishaus: Hundetrainer und -halter möchten, dass die Schulen wieder öffnen.
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Demonstration vor dem Kreishaus: Hundetrainer und -halter möchten, dass die Schulen wieder öffnen.

Wildeshausen – Eine eher ungewöhnliche Kundgebung mit künstlichem Entengeschnatter, Hundegebell sowie vielstimmigem Gesang gab es am Freitag vor dem Kreishaus in Wildeshausen. Rund 40 Hundebesitzer sowie Leiter von acht Hundeschulen aus dem Landkreis Oldenburg waren gekommen, um für die Öffnung ihrer Einrichtungen zu demonstrieren.

Die Organisation „ProHunde“ (Berufsverband für professionelles Hundetraining mit Sitz in Sauensiek) hatte mehrere Demonstrationen in Deutschland angemeldet. Vor Ort wies Hundetrainerin Manuela Schoone aus Ganderkesee darauf hin, dass es derzeit nicht möglich ist, mit seinem Tier an Kursen teilzunehmen. „Wie soll man da den geforderten Hundeführerschein machen?“, kritisiert sie.

„Hundehalter benötigen Unterstützung“

Laut „ProHunde“ brauchen viele Halter Hilfe, damit sie ihre Tiere richtig verstehen lernen. „Sie benötigen fachkundige Unterstützung, damit ihre Hunde sich nicht aggressiv und angstgestört verhalten oder aus anderen Gründen unvermittelbar im Tierheim landen. Hundetraining war nie wichtiger als gerade jetzt zu Zeiten der Pandemie“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Verband erklärt, dass es in Hundeschulen keine gefährlichen Kontakte gibt. Deshalb fordert er: „Lasst Hundetrainer im Einzel- und Gruppenunterricht arbeiten!“

Wenig Verständnis bei Landrat Carsten Harings

Landrat Carsten Harings nahm die Kundgebung auf dem Vorplatz zur Kenntnis. „Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut in Deutschland. Dies gilt es zu respektieren. Auch wenn man nicht alles verstehen muss“, erklärte er schriftlich. „Für uns ist der Gesundheitsschutz unserer Einwohnerinnen und Einwohner das primäre Ziel. Und wir müssen schon zur Kenntnis nehmen, dass es uns im Herbst trotz aller Hygienepläne und Vorsichtsmaßnahmen in der Gesellschaft bundesweit nicht gelungen ist, einen am Ende gravierenden Anstieg der Corona-Infektionen zu verhindern.“ Auch vor dem Hintergrund der noch unklaren Auswirkungen der Mutationen müsste sich die Bevölkerung noch ein wenig weiter anstrengen und Verzicht üben. Auch die Hundeschulen. „Es ist allerorten weiter Geduld notwendig. Bei aller Wertschätzung für die Hundeschulen, habe ich vorher die Kinder im Blick. Sie können nicht in die Schule und auch nicht in die Sportvereine“, so Harings.

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