Spaß im Vordergrund

Hunderte Grundschüler „ölen“ fürs Sportabzeichen

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Das Aufwärmprogramm konnte getrost kurz gehalten werden. Warm war den Schülern eh schon.

Wildeshausen/Landkreis - Von Jürgen Bohlken. „Es geht heute nicht um Sieg, Niederlage oder Meisterschaft, sondern um die Freude am Sport. Auch um Spaß. Den wünsche ich euch“, begrüßte Landrat Carsten Harings am Mittwoch mehrere hundert Dritt- und Viertklässler im Wildeshauser Krandelstadion.

Kinder aus sieben – in fünf Kreisgemeinden beheimateten – Grundschulen schickten sich an, das Deutsche Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erlangen.

Die Aufwärmübungen unter Anleitung von Natalie Müller, Mieke Westermann, Sophie Adermann, Johanna Struthoff und Svenja Goedeke währten nur kurz. Warm war den Kindern eh schon. Die Temperaturen legten rasch auf hochsommerliche Werte zu. „Bestes Wetter“, urteilte Harings. „Das haben wir extra für euch bestellt.“

Der Landrat lobte die Idee des Kreissportbundes, „einen solchen Spotabzeichen-Tag für euch auszurichten“ und würdigte die Unterstützung durch Sponsoren. Er freue sich, als Schirmherr selbst dabei sein zu dürfen. Besonders glücklich stimmte Harings die ausgezeichnete Resonanz.

Fahrtwind gefällig? Die Rollenrutsche erwies sich als der Clou des begleitenden Spieleprogramms.

„Wir haben ein ganz tolles Team hier, das dieses Event hoffentlich zu einem richtig schönen Spaßtag für euch macht“, wünschte sich Sportreferentin Inga Marbach. „Wir organisieren so etwas zum ersten Mal“, erläuterte Ingolf Bahr, Beauftragter des Kreisportbundes für das Deutsche Sportabzeichen, auf Nachfrage. Die Hauptarbeit hätten allerdings seine Kolleginnen Victoria Becker von der „Best-Service-Stelle für Bewegung, Spiel und Sport“ sowie Inga Marbach geleistet, gab er offen zu.

Für den Spaßfaktor zwischen den Leistungsabnahmen sorgte ein Spieleparcours. Die Kinder fischten versteckte Bänder aus einem Bällebad heraus, amüsierten sich an einer Kletterwand, beim Tischhockey oder auch beim Billardfußball. Besonders gut kam das „Skaten“ auf einer Rollenrutsche an.

Um das Deutsche Sportabzeichen zu erlangen, muss je eine Disziplin aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination absolviert werden. Dabei konnten die Kinder ein Stück weit nach eigenen Vorlieben „kombinieren“. Sah beispielsweise ein zwölfjähriges Mädchen keine Chance, im Weitspringen 3,40 Meter zu schaffen, also die Mindestanforderung für das Gold-Abzeichen, so konnte es etwa auf Drehwurf (mit Ringen) oder Seilspringen ausweichen. Und wer in der Rubrik „Kraft“ glaubte, einfach zu wenig Power im Arm zu haben, um beim Schlagballwurf ordentlich zu punkten, der zeigte stattdessen eben, was in seinen Beinen steckt und entschied sich für Standweitsprung als Alternative.

Machte die Kinder richtig heiß aufs Sportabzeichen: Landrat und Schirmherr Carsten Harings (l.).

Um den Sprint über 30 oder 50 Meter, je nach Altersklasse, kam allerdings kein Schüler umhin. Der Grund: In der Kategorie „Schnelligkeit“ fehlten Optionen.

Die Rubrik „Ausdauer“ blieb sogar gänzlich unberücksichtigt – und muss daher nachträglich schulintern abgedeckt werden. Den ursprünglichen Plan, diese Kategorie im Rahmen der „Challenge“ mit einem 800-Meter-Lauf zu berücksichtigen, hatten die Organisatoren wieder verworfen.

Reizvolle Alternative in der Rubrik „Koordination“: der Drehwurf.

Ohnehin hätten die Sportabzeichen jetzt noch nicht verliehen werden können. Denn Schüler, die Nichtschwimmer sind, erhalten es generell nicht. Die Betreffenden, die in diesem Bereich Defizite haben, können die geforderten Schwimmfertigkeiten aber noch erlernen. Dafür bleibt ihnen bis zum Jahresende Zeit.

Am Sportabzeichen-Tag nahmen die Grundschulen Lange Straße/Ganderkesee, Harpstedt/Dünsen, Großenkneten, Peter Lehmann/Sage, Hude/Jägerstraße, Wüsting sowie Hohenfelde/Wardenburg teil. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) unterstützte die Aktion mit je einer Trinkflasche für alle Kinder. Das Edeka-Center Wildeshausen stellte kostenfrei Obst und Wasser für die Schüler bereit.

„Wir haben insgesamt 20 Prüfer für die Leistungsabnahmen hier im Krandel. Ohne die ginge gar nichts“, betonte Ingolf Bahr.

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