Pestruper Moor: Ermittlungen der Polizei laufen wegen Strafanzeige

Hufschmied kümmert sich um verwahrloste Stute

Kritik von Tierschützern: Diese Stute soll ebenso wie der Verschlag in keinem guten Zustand sein.
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Kritik von Tierschützern: Diese Stute soll ebenso wie der Verschlag in keinem guten Zustand sein.

Wildeshausen – Der Hufschmied war da. Immerhin diese gute Nachricht erreichte die Polizei und die Tierschützer, die Anzeige gegen einen Besitzer von Pferden erstatteten, die auf einer Wiese im Pestruper Moor in Wildeshausen stehen. Wie berichtet, gab es zwei Meldungen bei der Polizei wegen fortgesetzter Vernachlässigung einer Stute.

Den Tierschützern ist die Weide nach eigenen Aussagen hinlänglich bekannt, weil die Pferdehaltung dort seit Jahren andauert. Sie monierten, dass die Stute schwer leidet. Die Hufe des Tieres seien bedingt durch ihre Dauerrehe (Huflederhautentzündung) schnabelförmig nach oben gewachsen, unzumutbar lang und überall ausgebrochen, hieß es.

Nach Angaben der Polizei hat der Besitzer inzwischen einen Hufschmied beauftragt, der das Pferd so gut es ging versorgt hat. Zudem würden derzeit die Zeugen befragt, erklärte die Polizeipressestelle auf Nachfrage.

Schon früher Auflagen erteilt

Auch das Veterinäramt des Landkreises wurde um eine fachliche Stellungnahme gebeten. Diese wird zusammen mit den Ermittlungsergebnissen der Polizei an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Auf Nachfrage unserer Zeitung verwies Veterinäramtsleiter Carsten Görner darauf, dass dem Pferdehalter schon früher Auflagen erteilt wurden. Man habe sich eigentlich in der Prüfung befunden, ob diese erfüllt wurden. Derzeit müsse man allerdings den strafrechtlichen Ermittlungen den Vortritt lassen und könne nur eine fachliche Einschätzung geben. Es sei aber großes Interesse der Polizei und des Veterinäramtes, den schon häufiger beanstandeten Zustand nun dauerhaft zu verändern oder zu beenden.

Die Tierschützer hatten in ihrer Anzeige auch moniert, dass das Tier am Cushing-Syndrom, einer Hormonstörung, leidet. Der gesamte Körper sei mit Locken übersät. Zudem wurden die Weide und die Stute als verwahrlost bezeichnet. Der Unterstand sei im vorderen Bereich nur mit Kot durchsetzter Morast. Es fehlten seit Jahren Bretter im Stall, sodass die dort stehenden zwei Pferde keinen windgeschützten Platz zum Stehen und Liegen hätten. Das Trinkwasser sei beim Besuch brackig gewesen, und der Zaun zum Weg hin sei ein gefährliches Sammelsurium von Litzen und Stacheldraht.

Unabhängig von dem Verfahren bei der Staatsanwaltschaft sicherte die Polizei zu, regelmäßige Nachkontrollen zu machen, da die Pferdehaltung seit vielen Jahren auffällig sei und eine fachkundige Pflege der Tiere unbedingt nötig sei.

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