Nun Hotelnutzung am Bahnhof /Kritik an Parkplatzzahl/Halle wird neu gebaut

Kulturetage-Plan verworfen: „Nur Party machen geht nicht“

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Hier soll bald die neue Bahnhofshalle stehen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Umwandlung des Wildeshauser Bahnhofs und der benachbarten Gebäude zu wirtschaftlichen Einheiten ist kein leichtes Geschäft für den Investor. Nun ist eine erneute Änderung des Bebauungsplanes erforderlich, weil die neue Halle anders genutzt werden soll. Kritik gibt es an der Zahl der geplanten Parkplätze.

Im vergangenen Sommer war die Holzhalle abgebrannt. Besitzer Frank Stöver möchte nun eine neue Halle aus Stahl errichten und plant, dort unter anderem die DRK-Kleiderkammer und Fahrzeuge des DRK unterzubringen. Um das Baurecht einzuhalten, muss die Halle etwas weiter vom Gleis entfernt gebaut werden, was zur Folge hat, dass das Gebäude umfahren werden kann und der Wendehammer nicht mehr benötigt wird.

Die geplante Zahl von 70 Parkplätzen in der Halle und im Außenbereich hat es – wenn überhaupt – nur kurzzeitig gegeben. Laut Stöver gab es kaum jemanden, der die Gebühren von einem Euro pro Tag bezahlen wollte. Deshalb beantragte er, nun lediglich 20 Parkplätze zur Verfügung stellen zu wollen.

Die erneute Änderung sorgte für einige Kritik. So machte Walter Panschar (SPD) deutlich: „Du kannst nicht bei jedem Punkt eine Änderung haben wollen. Irgendwann ist Schluss.“ Und Karl Schulze Temming-Hanhaus zeigte sich noch weniger kompromissbereit. Man müsse über einen Rückkauf der Immobilie nachdenken. „Wir haben damals als Stadt auf mehr als 100000 Euro verzichtet. Die 70 Parkplätze müssen erhalten bleiben.“ Es sei ohnehin nicht zu akzeptieren, dass der Investor in vielen Punkten den Vertrag nicht erfülle.

Das möchte Stöver allerdings nicht so stehen lassen: „Die Stadt hat 250000 Euro an die Deutsche Bahn gezahlt. Ich habe noch nicht mal die gesamte Fläche bekommen und musste 300000 Euro überweisen“, erklärte er. Zudem habe er versucht, alle Vertragsmodalitäten zu erfüllen. „Die geplante Kulturetage ist jedoch tot“, sagte er. Niemand habe dort einsteigen wollen. Lediglich Musikveranstaltungen seien dort möglich gewesen. „Aber nur Party geht nicht. Das kann ich niemandem zumuten“, so Stöver. Zudem seien die Wildeshauser ganz offenbar nur an „Bequemlichkeitsparkplätzen“ interessiert. Seine Areale seien wohl vielen zu weit von der Innenstadt entfernt.

Stöver bekam von der Politik Rückendeckung für seine Pläne. Allerdings soll er möglichst 25 bis 30 Parkplätze zur Verfügung stellen und bei der Optik der Halle darauf achten, dass sie zum historischen Bahnhofsgebäude passt.

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