Horst Strömer feierlich in den Ruhestand verabschiedet / 18 Jahre in Wildeshauser Schule

„Strexit“ am Gymnasium

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Horst Strömer (r.) mit Schülern beim Abschied.

Wildeshausen - 18 Jahre lang war Horst Strömer am Wildeshauser Gymnasium Lehrer, Motivator, Öffentlichkeitsarbeiter und Mitherausgeber des Jahresheftes. Ab heute ist der 64-Jährige zumindest beruflich ein Ruheständler. Es ist aber nicht zu erwarten, dass er sich deshalb nicht mehr zu Wort meldet, denn unter anderem ist er für den Wildeshauser Kulturkreis aktiv.

Gestern hieß es nun aber Abschied nehmen von der Schule, an der er so lange tätig war. Das tat Strömer im Kreis seiner Kollegen, von Eltern und Schülern, die Beiträge vorbereitet hatten. Viele Vorträge befassten sich humoristisch damit, dass Strömer gerne redete und sich ausführlich mit Themen befasste, die ihn interessierten. So wiederholte Schulleiter Ralf Schirakowski während seiner Rede mehrmals, dass er sich kurz fassen wolle, redete dann aber munter weiter. Der ehemalige Vorgesetzte sprach von einem „Strexit“ (Strömer-Exit), der nicht leicht falle. Der Pädagoge habe aber seine Verabschiedung sehr gut vorbereitet – ebenso gut wie seine Arbeit in den Jahren an der Schule. In Anlehnung an Strömers Bekenntnis, dass er sich an der Schule als „Pfarrer, Lehrer und Löwenbändiger“ gefühlt habe, machte Schirakowski deutlich, dass Strömer mit sehr viel Einfühlungsvermögen gearbeitet und in der „Löwengrube“ mit allen Beteiligten interagiert habe, ohne verletzt zu werden.

Strömer ist „überzeugter Wildeshauser“. Er wurde am 3. Juni 1951 in der Wittekindstadt geboren, besuchte die Alte Wallschule und dann das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn. Nach dem Abitur 1970 studierte er in Freiburg und war ab 1978 in Cloppenburg an der Liebfrauenschule tätig. Nach 20 Jahren zog es ihn dann nach Wildeshausen, wo er bei den Schülern sehr beliebt war. Deshalb wunderte es kaum, dass seine letzte Klasse ihm nicht nur einen Comedybeitrag und Lieder präsentierte, sondern auch ein Bild schenkte.

Normalerweise begrüßt Strömer seine Schüler mit „Moin, Moin!“. Das macht er heute ein letztes Mal. Dann kann er sich verstärkt um seine Frau, die Kinder und Enkel und um die Kultur in der Kreisstadt Wildeshausen kümmern.

dr

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