68-Jährige Frau im Auto verbrannt

Horror-Unfall auf der A 1 bei Wildeshausen: Ex-Profiboxer muss in Haft

Tödlicher Unfall auf der A 1: Für eine 68-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Archivfoto: Lindemann
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Tödlicher Unfall auf der A 1: Für eine 68-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Archivfoto: Lindemann

Ein 33-jähriger ehemaliger Profiboxer aus Hamburg muss für zweieinhalb Jahre in Haft, weil er nach einem Unfall den Flammentod einer 68-jährigen Frau auf der Autobahn 1 bei Wildeshausen zu verantworten hat.

Dötlingen/Oldenburg – Bei einem schweren Unfall auf der A  1 in Höhe der Gemeinde Dötlingen in den frühen Morgenstunden des 28. April 2019 verbrannte eine 68-jährige Frau aus Tecklenburg in ihrem Wagen. Jetzt stand der 33-jährige Unfallverursacher aus Hamburg vor dem Landgericht in Oldenburg, weil er das Urteil des Amtsgerichtes Wildeshausen – zwei Jahre Haft – zu einer Bewährungsstrafe umgewandelt haben wollte.

Damit scheiterte er nicht nur, das Urteil wurde sogar wegen weiterer Taten verschärft. Der Mann, ein ehemaliger deutscher Meister im Profiboxen, muss nun für zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Er wurde wegen gefährlicher Körperverletzung, Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und Urkundenfälschung verurteilt.

Die Nacht durchgezecht und dann über die Autobahn gerast

Der Beschuldigte war am späten Samstagabend mit einem Freund zu einem anderen Kumpel in eine Diskothek nach Cloppenburg gefahren. Dieser habe versprochen, sie mit dem Auto nach Hamburg zurückzubringen, berichtete er. Deshalb hätten sich die beiden anderen betrunken. Als der Kumpel nicht mehr auffindbar war, die Zeit aber drängte, weil der Angeklagte am Sonntagmorgen zur Arbeit musste, entschied er, sich selbst ans Steuer zu setzen.

In einer Baustelle auf der A 1 auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen zeigte sein Tacho laut einem Gutachten statt den erlaubten 40 knapp 100 Kilometer pro Stunde an, als eine Frau mit ihrem Auto zum Überholen ausscherte. „Ich habe gebremst, aber es hat nicht gereicht“, sagte der Hamburger. Es kam zum Zusammenstoß. Der Wagen der 68-Jährigen fing Feuer. Sie kam darin um. Ihren 47-jährigen Sohn konnten der Beschuldigte und sein Freund noch aus dem Auto ziehen.

Hamburger hatte zwei Männer brutal zu Boden geschlagen

Einige Monate vor dem Unfall hatte der Angeklagte in Hamburg einem vermeintlichen Nebenbuhler mehrere Faustschläge ins Gesicht versetzt. Das Opfer war zu Boden gestürzt und dabei mit dem Hinterkopf auf Steine geprallt. Das Opfer trug Schädelbrüche und den Verlust des Gehörsinns davon.

Einige Monate nach dem Unfall hatte der Angeklagte zudem einem obdachlosen Flaschensammler einen Leberhaken versetzt.

Für diese beiden schwersten Körperverletzungen war der Angeklagte vom Landgericht in Hamburg zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Dieses Urteil musste nun mit einbezogen werden. So kam das Gericht auf eine Gesamtstrafe von zweieinhalb Jahren. Der Angeklagte trage unter anderem die Schuld an dem Tod eines Menschen. „Das Grauen lässt sich kaum noch steigern“, wollte der Richter von einer Bewährungsstrafe nichts wissen.

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