Schaden komplett wieder gutgemacht

Holzhändler muss nicht ins Gefängnis

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Symbolbild

Wildeshausen - Im Prozess gegen einen früheren Holzunternehmer aus Wildeshausen, der sich in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht wegen gewerbsmäßigen Betruges in zahlreichen Fällen verantworten musste, ist der Angeklagte am Dienstag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Damit hob die Kammer auf die Berufung des Angeklagten hin ein früheres Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen wieder auf. Das hatte den 45-Jährigen in einem ersten Prozess um die Sache noch zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Das Gefängnis bleibt dem Angeklagten nun aber erspart.

Betrogene Firmen „kaltblütig“ im Regen stehen gelassen

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte Holzlieferanten im großen Stil betrogen und angelieferte Waren nicht bezahlt. Sein Unternehmen war zum Zeitpunkt der Bestellung schon pleite, sodass eine Bezahlung gar nicht möglich war. Der angerichtete Schaden wurde mit 100.000 Euro beziffert.

Als die Betrügereien des Angeklagten aufflogen und er sich den Vorwürfen und dem ersten Prozess in Wildeshausen stellen musste, zeigte sich der Angeklagte komplett uneinsichtig. Er suchte die Schuld bei anderen und ließ die betrogenen Firmen „kaltblütig“, so der Staatsanwalt, im Regen stehen. Vor diesem Hintergrund sei das Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen richtig gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Doch es habe sich etwas Entscheidendes getan. Am Dienstag legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. „Was ich gemacht habe, tut mir leid“, erklärte er.

Mit den betrogenen Firmen hat sich der Wildeshauser in Verbindung gesetzt. Und vor allem: Er hat den kompletten Schaden wieder gutgemacht. Der Chef, dessen Unternehmen am meisten geschädigt worden war (90.000 Euro), sprach im jetzigen Prozess nur noch Gutes über den Angeklagten. Er bat darum, den 45-Jährigen nicht ins Gefängnis zu stecken.

wz

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