Veranstalter nennen Gründe

Zu hohes Risiko: „Genuss am Fluss“ fällt 2019 aus

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Torsten Koschnitzke und Sefan Iken (r.) sind Veranstalter von „Genuss am Fluss“. 2019 wird es das Festival nicht geben.

Wildeshausen - Das Festival „Genuss am Fluss“ wird es im kommenden Jahr nicht geben. Ob es im Rahmen des Wildeshauser Stadtjubiläums 2020 stattfindet, hängt nach Aussagen der beiden Organisatoren Torsten Koschnitzke und Stefan Iken davon ab, ob es ein „eindeutiges Signal“ mit dem Tenor „Wildeshausen will diese Veranstaltung“ sowie den nötigen Rückenwind aus dem Rathaus gibt.

Diese Unterstützung gab es auch nach intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung wohl nicht in der richtigen Dosierung, sodass die Veranstalter das Festival nach eigenen Angaben schweren Herzens und wegen des zu großen finanziellen Risikos zunächst absagen mussten.

Koschnitzke und Iken hatten „Genuss am Fluss“ 2015 ins Leben gerufen, um das schöne Areal der Herrlichkeit an der Hunte zu nutzen und ein „kulturelles überregionales Leuchtturmprojekt“ in Wildeshausen zu etablieren. „Wir alle wissen, dass ein Open-Air-Event in unseren Breiten mit großen Risiken verbunden ist und mussten dies 2017 mit zwei verregneten Tagen hautnah sowie brutal erfahren“, teilen die Veranstalter in ihrer Absage mit. Die Vorbereitung und Wiederherstellung des Geländes aufgrund des Regens habe zusätzliche Kosten im fünfstelligen Bereich verursacht. Nun aber gebe es auch noch einen neuen „wunderschön gepflasterten Weg“ durch den Park, der für Zeltbauer und Aussteller selbst mit kleineren Lastern nicht mehr befahrbar sei. „Zu erwartende Beschädigungen hätten für uns als Veranstalter zusätzliche, unkalkulierbare Kosten zur Folge“, so Koschnitzke und Iken. Dazu komme, dass man eher nebenbei durch Plakate erfahren habe, dass zwei Monate vor dem eigenen Festivaltermin eine weitere, ähnliche Musikveranstaltung im Burgpark geplant sei.

„Am Ende führen diese neuen zusätzlichen Risiken zu dem Ergebnis, die Planungen für 2019 nicht weiter fortzuführen“, heißt es in der schriftlichen Absage an Freunde und Unterstützer.

Dennoch wollen die Veranstalter weiter an einem Konzept arbeiten. „Die Pläne liegen in der Schublade“, so Koschnitzke, der von Zusagen vieler Standbetreiber sowie einem Vertrag mit Purple Schulz als Top-Act berichtete.

Nun hoffen die Veranstalter, dass im Rahmen einer Förderung des Quartierskonzeptes im Rahmen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ Möglichkeiten gefunden werden, die Wiese an der Herrlichkeit besser für größere Veranstaltungen herzurichten und so das finanzielle Risiko zu minimieren. Anfang 2019 wollen sich Koschnitzke und Iken mit dem Stadtmarketing zusammensetzen, um zu klären, ob „Genuss am Fluss“ 2020 oder später wieder aufleben kann. 

dr

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