1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

Hohe Corona-Inzidenz im Landkreis Oldenburg: Anfragen aus dem Ausland

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Spitzenreiter in Deutschland: Der Landkreis Oldenburg hat die höchste Inzidenz.
Spitzenreiter in Deutschland: Der Landkreis Oldenburg hat die höchste Inzidenz. © RKI

Wildeshausen – Der Landkreis Oldenburg ist seit Mittwoch, 15. Juni, wieder die Region in Deutschland mit dem höchsten Corona-Inzidenzwert. Er stieg von 1 234,5 am Dienstag auf 1 495,4 am Mittwoch und liegt damit rund 150 Punkte über dem Landkreis Coesfeld im Münsterland (1 350,6). Das wiederum führte beim Landkreis Oldenburg dazu, dass sogar Medien aus Österreich anfragten, wie es passieren konnte, dass ein „Schützenfest“ zum Corona-Hotspot wurde.

Oliver Galeotti, Sprecher des Landkreises, verweist darauf, dass die Hospitalisierungsrate in Niedersachsen weiterhin sehr niedrig ist. Zudem sei die Testpraxis unterschiedlich im Vergleich zu anderen Bundesländern, weshalb dort auch mehr positive Tests registriert werden. Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis am Mittwoch gesunken. Sie lag bei 330 Fällen, während es am Dienstag knapp 600 waren.

Die Inzidenz dürfte jedoch weiter steigen, da sie sich immer auf den Zeitraum der vergangenen sieben Tage bezieht. Als Grund für die deutliche Erhöhung der Werte wird in der Kreisstadt vom Gesundheitsamt unter anderem das Gildefest genannt. Dort haben Tausende dicht gedrängt auf dem Marktplatz und im Festzelt gefeiert.

Lage in den Krankenhäusern im Kreis Oldenburg entspannt

In den Kliniken der Region ist die Lage entspannt. Im Johanneum in Wildeshausen bewegt sich die Zahl der Covid-Patienten auf niedrigem Niveau. Diese Patienten würden wegen anderer Erkrankungen stationär behandelt. Die Corona-Infektion stelle nur eine Nebendiagnose dar, so das Krankenhaus.

Auch die Leiterin des Gesundheitsamtes, Petra Debbeler, geht nicht von einer dramatischen Entwicklung aus. Einerseits hoffe man schon bald wieder auf eine Abnahme der Neufälle, andererseits gebe es insbesondere bei der neuen Omikron-Virusvariante BA.5 nur wenige ernsthaften Erkrankungen.

Auch interessant

Kommentare