Schulen sollen Material erhalten / Testungen ab kommender Woche

Hoffnung auf Selbsttests

Selbsttests wie diesen soll es auch für die Schulen in Wildeshausen geben.
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Selbsttests wie diesen soll es auch für die Schulen in Wildeshausen geben.

Wildeshausen – Kommende Woche sollen die vom Land Niedersachsen organisierten Selbsttests der Schüler und Lehrer an den Schulen beginnen. „Ich begrüße die Möglichkeit der regelmäßigen und kostenlosen Tests ausdrücklich“, teilt Realschulrektor Jan Pössel in einem Elternbrief mit. Auch Andreas Langen, Rektor am Gymnasium, hofft, dass die Eltern mit der Teilnahme ihrer Kinder „entscheidend zur Verbesserung des Infektionsschutzes, zur Stärkung der Schulgemeinschaft und damit zur Verlässlichkeit der geöffneten Schulen beitragen“.

Allerdings, so bemerken es beide Rektoren in ihren Schreiben von Mittwoch, sind noch längst nicht genügend Tests da. Deswegen werde an der Realschule frühestens ab Mittwoch, 24. März, mit den Testungen begonnen.

Erst einmal müssen sich die Eltern von minderjährigen Schülern sowieso dazu bereit erklären, dass ihre Kinder teilnehmen. Ohne schriftliche Bestätigung gehe das nicht, so die beiden Schulleiter. Heißt: Wer nicht will, dass sein Kind getestet wird, muss nichts machen.

Konkret ist geplant, dass die Schüler einmal pro Woche vor Unterrichtsbeginn mit einem Stäbchen unter Aufsicht der Lehrer selbst einen Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich entnehmen. Anschließend wird das Stäbchen in eine Flüssigkeit getaucht, von der dann ein paar Tropfen ausgewertet werden. Sollte das in wenigen Minuten vorliegende Ergebnis negativ sein, nimmt der Schüler am Unterricht teil.

Sollte es aber ein positives Ergebnis geben, sind die Eltern angehalten, ihr Kind schnellstmöglich abzuholen, damit medizinisches Fachpersonal wie der Hausarzt oder Mitarbeiter in einem Testzentrum einen zuverlässigeren PCR-Test durchführen kann. Dieser ist ausschlaggebend für die Diagnose und gilt als sicherer. Bis dessen Ergebnis vorliegt, werden die Schüler aus der gleichen Lerngruppe weiter unterrichtet, informiert Pössel. Langen versichert den Eltern, dass ihr Kind nach einem positiven Test, „bis zur Abholung in der Schule sensibel betreut wird und keinesfalls auf sich allein gestellt ist“.

Pössel weist in seinem Schreiben auf ein paar Probleme hin. So sei der Datenschutz teilweise nicht zu gewährleisten, denn die Tests würden ja gemeinsam im Klassenraum vorgenommen. Auch müssten die Masken für das Testen abgenommen werden, was ein Ansteckungsrisiko bedeute. Außerdem könnte möglicherweise infektiöses Material zum Beispiel in Form von benutzten Stäbchen anfallen. Des Weiteren seien die Lehrkräfte kein medizinisches Personal und könnten die korrekte Durchführung des Tests auch nicht bei jedem Schüler in allen Einzelheiten kontrollieren. „Das ist schlicht nicht möglich“, so Pössel.

Noch mangelt es an Test-Kits

Außerdem weist der Rektor darauf hin, dass bis Mittwoch noch kein einziger Test geliefert wurde. „Ich kann nicht sicherstellen, dass diese so rechtzeitig eintreffen, dass ich meine Lehrkräfte am Wochenanfang praktisch schulen lassen kann“, erklärt er. „Möglicherweise testen wir vor den Osterferien auch gar nicht, wenn wir die Testkits erst sehr spät oder gar nicht erhalten“, warnt er vor zu hohen Erwartungen.

In der kommenden Woche sollen wichtige Erfahrungen gesammelt werden. Nach den Osterferien sollen weitere regelmäßige Testungen stattfinden. Wenn das der Fall ist, würden aller Voraussicht nach Montag und Dienstag die Testtage sein, solange sich die Realschule im Wechselmodell befindet, informiert Pössel. „In Ausnahmesituationen wird an zwei weiteren Wochentagen noch ein zweites Mal pro Woche getestet.“  bor

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