Landtagspräsident Busemann spricht in Wildeshausen

„Höchstes Glück, Volksvertreter sein zu dürfen“

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Bernd Busemann, Karl-Heinz Bley und Anne-Marie Glowienka (v.l.) auf dem Wildeshauser Marktplatz. 

Wildeshausen - „Wir sind aus gleichem Holz“, betonte CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, als er am Mittwochnachmittag vor rund 30 Anwesenden den CDU-Landtagspräsidenten Bernd Busemann auf dem Wildeshauser Marktplatz begrüßte. Zusammen mit Landtagskandidatin Anne-Marie Glowienka sowie Dirk Vorlauf als Kreisvorsitzendem und dem Stadtverbandsvorsitzenden Wolfgang Sasse hatte Bley den gleichaltrigen Busemann eingeladen, um zum Thema Kindertagesstätten und Schulen zu sprechen.

Der Gast nutzte jedoch zunächst die Gelegenheit, ganz grundsätzlich dafür zu werben, zur Wahl zu gehen. „Die Leute müssen Demokratie mittragen“, betonte Busemann. „Es gibt keine Ausreden. Jeder muss mitmachen. Denn auch, wenn wir als Einzelne nur ein kleines Rädchen sind, können wir als viele Rädchen ganz viel bewegen.“ Mit Blick auf Bleys lockeren Einwurf, dass es Busemann als Landtagspräsident ein wenig weiter gebracht habe als er, entgegnete der Parteikollege: „Das höchste Glück der Erde ist es, Volksvertreter zu sein.“ Und: Die demokratischen Parteien sollten sich nach links und nach rechts abgrenzen und sich nicht gegenseitig diskreditieren, wie in den vergangenen Wochen. „Wir müssen später noch miteinander reden können.“

Ganz im Wahlkampfmodus kritisierte der ehemalige Bildungsminister Busemann dann die aktuelle SPD-Ministerin Frauke Heiligenstadt. „Das Ministerium ist administrativ nicht in der Lage, einen solch großen Apparat zu steuern.“ Für manche Schule gebe es nach den Ferien schon den achten Stundenplan. „Wir sollten zudem nicht wieder eine neue Reform anschieben, sondern dafür sorgen, dass die Ressourcen stimmen. Dann sollten wir die Schulen einfach machen lassen.“ Busemann wandte sich massiv gegen die Auflösung der Förderschulen, die er in seiner Amtszeit erst geschaffen hatte. „Kann es sein, dass die Vereinten Nationen uns gar nicht gemeint haben bei der Inklusion? Waren da nicht eher Länder wie Burkina Faso gemeint?“ Überall, wo er unterwegs gewesen sei, so Busemann, hätten die Bürger betont, dass die Förderschulen bleiben sollten. „Das System kann sich nämlich sehen lassen“, ergänzte er. 

 dr

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