Kritische Fragen von Ratsherr Hennken

Reicht der Hochwasserschutz in Wildeshausen?

Starkregen 2017 in Wildeshausen: In der Kreissstadt liefen zahlreiche Keller voll.
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Starkregen 2017 in Wildeshausen: In der Kreissstadt liefen zahlreiche Keller voll.

Wildeshausen – Der Wildeshauser CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken hat am Mittwoch einen langen Fragenkatalog an Bürgermeister Jens Kuraschinski geschickt, mit dem er Aufklärung über den Hochwasser- und Starkregenschutz in Wildeshausen erlangen möchte.

Mit Verweis auf die katastrophalen Überschwemmungen in Teilen Deutschlands vor zwei Wochen sieht Hennken, dass sich einige Bürger verstärkt Gedanken machen, wie „unsere Stadt auf eine vergleichbare Situation“ vorbereitet ist.

Auch in Wildeshausen gebe es Erfahrungen mit den Folgen von Starkregenereignissen und hohen Pegelständen der Hunte. Gleichzeitig, so Hennken, habe die Politik in den vergangenen Jahren diverse Bauprojekte in Überschwemmungsgebieten zugelassen.

Von daher möchte der Ratsherr unter anderem wissen, woher die Stadt Warnmeldungen bekommt und ob es funktionierende Meldeketten gibt. „Welche Warnsysteme im Hinblick auf Starkregen und Hunte-Flutwellen halten wir vor?“, fragt Hennken. „Und sind diese unabhängig von Strom- und Mobilfunknetzen?“

Darf noch in Überschwemmungsgebieten gebaut werden?

Der Politiker wirft einen Blick auf den Seniorenwohnpark an der Hunte, die Wallschule im Hagen, das Feuerwehrgebäude in der Pagenmarsch, die alle im oder am Überschwemmungsgebiet liegen. Er fragt: „Gibt es erprobte Evakuierungspläne, die im Notfall bereitliegen? Sind die Verantwortlichen geschult und wissen, was wann zu tun ist?“

Grundsätzlich, so Hennken, müsse hinterfragt werden, ob noch direkt an das Hunteufer oder in Überschwemmungsgebieten gebaut werden dürfe. Man müsse überlegen, wie die Speicherkapazität des Bodens erhöht werden könne, um „wertvolle Zeit für den Abfluss des Wassers“ zu gewinnen. Der Ratsherr regt an, mit Experten einen Arbeitskreis zu bilden, um ein gegebenenfalls vorhandenes Konzept eines Hochwasser- und Starkregen-Managements der Stadt im Hinblick auf veränderte Anforderungen durch die Folgen des Klimawandels zu überprüfen. „Der Arbeitskreis könnte zudem Maßnahmen vorschlagen, wie wir die Stadt und deren Bewohner noch besser schützen können“, heißt es abschließend im Antrag.  

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