Illumination der Fassade genehmigt

Historisches Rathaus steht in besserem Licht da

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So sieht das Rathaus im Dunkeln aus.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Zwölf Monate lang lag das Wildeshauser Rathaus recht dunkel da, wenn die Dämmerung einbrach. Seit Dienstagabend ist die neue Beleuchtung eingeschaltet, die mit der oberen Denkmalschutzbehörde abgestimmt ist – aber nur in der Adventszeit eingeschaltet sein soll.

Entwurf und Ausführung stammen von der Wildeshauser Firma „Lichtgerichte“. Diese hatte bereits vor über einem Jahr im Auftrag der Stadt ein Beleuchtungskonzept erarbeitet, nachdem die ursprüngliche Illumination des Rathauses von der Denkmalschutzbehörde kritisiert und im Rahmen der Fassadensanierung abmontiert wurde. Aber auch das erste Konzept von „Lichtgerichte“ fiel durch und wurde von den Denkmalschützern nicht genehmigt. Das wiederum hatte für einigen Verdruss bei den städtischen Beteiligten gesorgt, die mit der Illumination sehr einverstanden waren und sie gerne zum Weihnachtsmarkt am Rathaus gesehen hätten. Kurzerhand wurden als Notbehelf zwei Strahler auf dem Marktplatz aufgestellt, die aber wenig überzeugen konnten und sogar blendend für Passanten wirkten.

Nach einem Jahr konnte jetzt aber ein dauerhafter Kompromiss gefunden werden. „16 Strahler wurden farblich zum Mauerwerk passend lackiert. Die Beleuchtungskabel sind hauptsächlich im Inneren des Rathauses verlegt worden“, erläuterte Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau im Wildeshauser Stadthaus bei der Vorstellung. „Nur einige wenige Kabelmeter wurden im Rahmen der Verfugungsarbeiten in die Rathausfassade eingefügt.“

Um ganz sicherzugehen, dass es nicht noch einmal Ärger gibt, hatte Baudezernent Manfred Meyer vorab mit der oberen Denkmalschutzbehörde eine Probebeleuchtung durchgeführt, bei der, wie er deutlich machte, „eine möglichst unauffällige Lichtfarbe“ ausgewählt wurde.

Martina Möhlenbrock, Anne Grafe-Weibrecht, Jens Kuraschinski und Johannes Lenzschau (v.l.) vor dem beleuchteten Rathaus.

Auch das aktuelle Konzept ist von „Lichtgerichte“ erdacht und entwickelt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10.000 Euro.

Damit das historische Gebäude in einem neuen Glanz erstrahlen kann, haben zwei Wildeshauser Vereine mit stattlichen Spenden zur Finanzierung beigetragen. „Dem Verein Citymanagement Wildeshausen ist die Verschönerung der Innenstadt ein großes Anliegen, für das wir schon vor längerer Zeit Geld gesammelt haben. Nun können wir 4 500 Euro zur Finanzierung der Beleuchtung beisteuern“, freute sich die Vereinsvorsitzende Anne Grafe-Weibrecht. Die Aktivitäten des Vereins sollen damit eingestellt werden.

Auch der Handels- und Gewerbeverein Wildeshausen (HGV) beteiligte sich mit einer Vereinsspende an den Kosten der Beleuchtung. „Das historische Rathaus ist das bedeutendste weltliche Gebäude in der Innenstadt – ein wichtiges Wahrzeichen. Das Erscheinungsbild ist unglaublich wichtig für Wildeshausen, und zwar nicht nur bei Tageslicht, sondern auch am Abend“, sagte HGV-Vorsitzender Johannes Lenzschau.

Bürgermeister Jens Kuraschinski bedankte sich für das finanzielle Engagement der Vereine. „Es zeigt, dass die Innenstadtakteure ihre Stadt wertschätzen. Ein positives Erscheinungsbild entscheidet darüber, ob Einwohner und Gäste sich gerne in Wildeshausen aufhalten. Davon profitieren letztlich alle.“

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